Blog für Inspirationen

Herzensangelegenheiten

Im letzten Monat hatte ich die Möglichkeit, zwei Wochen an dem Yogini Retreat mit Chameli Ardagh und Carina Maria Möller teilzunehmen. Zwei wundervolle Frauen – praktizierende Yoginis, die voller Leidenschaft beherzt ihrer Berufung folgen und damit heilige Räume öffnen. Für mich war es eine kostbare Zeit des intensiven Praktizierens, eine heilige Zeit mit mir im Kreis von Frauen.

Wir sind tief gegangen und haben geforscht, wie weibliche Spiritualität verkörpert, spürbar und auf heilsame Art und Weise in unser jeweiliges Leben und damit auf diese Erde gebracht werden kann. Ganz praktisch – praktizierend.

Wieder einmal hat sich bestätigt, dass die Weisheit des Körpers und seine Präsenz pure Intelligenz sind und durch nichts zu ersetzen.

Es braucht Übungspraxis, hilfreiche Impulse und Teachings, sichere Übungsräume, engagierte GefährtenInnen und Zeit, um sich an das zu erinnern, was längst in jeder und jedem von uns ist. Als leidenschaftliche Körpertherapeutin war die Zeit dort für mich tief berührend und eine Bestätigung für mein Streben, meinen Weg, mein Sein.

Wir haben uns auf unterschiedlichste Energien eingelassen und diese Qualitäten in unseren Zellen als Resonanzfeld wiederentdeckt, ähnlich dem Setting des 1. Moduls meines Frauenjahrestrainings. Und es gab Ergänzungen, Erweiterungen, Verfeinerungen für mich. Voller Vorfreude blicke ich auf das kommende, im September beginnende 9. Frauenjahrestraining.

Eine Aussage geht mir sehr nach: Das Herz entspannen!

Dieser Fokus war mir bisher fremd. Mich trifft er – ins Herz. Seither bin ich mehr in Kontakt mit meinem Herzen: Beobachte, wie es zusammenzuckt, sich zusammenzieht, wenn ich Unwohlsein empfinde. Unwohlsein über das, was sich mein Kopf gerade ausdenkt, oder z. B. bei Begegnungen, bei denen ich in Kontakt komme mit Angst, Ärger, Trauer oder Schmerz. Über das Zusammenziehen meines Herzens entsteht Druck in mir, kombiniert mit dem reflexhaften Anhalten meines Atems steigt die innere Spannung. Und ich will entweder nur weg, um Weiterem zu entkommen (Fluchtimpuls), oder ich spüre den Impuls, den Druck über Angriff loswerden zu wollen. Auch Scham spüre ich in diesem Kontext. Scham darüber, dass ich mich mal wieder aus dem Gleichgewicht bringen lasse… Letzteres ist prima geeignet um den Druck gegen mich selbst zu wenden.

Im Zusammenhang mit dem Thema Angriff erinnere ich mich an eine Yogini, die davon berichtete, wieviel Zeit sie ihres Lebens bisher scheinbar alternativlos mit dem Schwert in der Hand gelebt hat. Ihr wurde klar, dass sie das Schwert nicht mehr braucht und dass es für sie nicht darum geht, es einfach in der Schwertscheide „zwischenzuparken“. Nein, es geht für sie darum, das Schwert abzulegen. Bereit zu fühlen und das Muster der Kämpferin abzulösen.

Ich habe mich in ihr wiedererkannt und auch die Notwendigkeit für mich, das Schwert abzulegen, mir Zeit zu geben, mein Herz zu entspannen und – berührbar, fühlend – mein JA zu meinen Gefühlen entstehen zu lassen. Und dann, ohne Druck, in der eigenen Zeit, die Spannung abfließen zu lassen. Intimität mit mir. Offen für das, was daraus entstehen will. Der scheinbare Widerspruch hierbei ist, dass so ein Herz über die gelebte Entspannung, über das Dableiben, an Stärke gewinnt.

Und wir Menschen haben unterschiedliche Überlebensstrategien. Zählst Du Dich zu den Menschen, die tendentiell eher am kämpfen sind, könnte der Fokus auf das eben Beschriebene interessant für Dich sein. Eine Möglichkeit um Deine persönlichen Handlungsspielräume zu erweitern.
Und es gibt auch diejenigen unter uns, denen eine Kampferprobung gut täte, um eingefrorene Energie ins fließen bringen zu können, und für die hier der Fokus sein könnte. Körperlich spürbar lebendiger werden und die Fähigkeit sich wieder anzueignen, bei Bedarf kämpfen zu können. Entscheiden. Wahl- und Handlungsmöglichkeiten können so entstehen.

Jedes meiner angebotenen Seminare bietet Möglichkeiten, über Deinen Körper Deinem Herzen und damit Dir selbst näher zu kommen. Für Frauen gibt es aktuell noch die Möglichkeit, im nächsten Jahrestraining mit dabei zu sein, das durch den kontinuierlichen Prozess in einer festen Gruppe und die aufeinander aufbauenden Module das Intensivste meiner derzeitigen Angebote ist.

Für Dein Leben in Kontakt und Leidenschaft.

Gerne begleite ich Dich ein (weiteres) Stück Deines Weges.


Kontakt und Leidenschaft

Für Dein Leben in Kontakt und Leidenschaft.

Was meine ich damit?

Mit Kontakt meine ich als Erstes – die Basis: den Kontakt im Innen, zu sich selbst. Das beinhaltet: Was fühle ich gerade? Was nehme ich in mir wahr? Wie gehe ich mit mir um? Wie denke ich über mich? Wie schaue ich auf mich?
Ist meine Kontaktaufnahme zu mir als Zuwendung spürbar, verbindend, wohlwollend oder eher destruktiv, streng, verurteilend und trennend? Was gibt es zu entdecken? Was zu lernen?

Inhalte der von mir angebotenen Erfahrungen sind: Blickwinkel zu weiten, immer bewusster wahrnehmen zu lernen, was passiert gerade in mir? Was tue ich wie mit mir? Kann ich zu mir hinschauen und mich in meiner unvollkommenen Vollkommenheit Mensch sein lassen? Mensch sein dürfen – und das im eigenen Blickwinkel. Einen liebevollen Blick entwickeln, auch auf die Seiten, wo ich Unzulänglichkeiten an mir wahrnehme? Kann ich Milde walten lassen? Kann ich mir erlauben lernend zu sein? Bin ich bereit zu forschen, worum es gerade für mich geht? Wie kann ich mich unterstützen?

Über die Arbeit in Gruppen ist es möglich, ausgehend von dem Kontakt zum ICH neue Erfahrungen im Kontakt mit dem DU zu machen. Es ist nach all den Jahren immer noch unbeschreiblich und magisch für mich, was innerhalb einer Gruppe von Menschen, die anfangen die Verantwortung für ihre Gefühle zu übernehmen, an Ent-wicklung und Heilung möglich ist. Durch den achtsamen Rahmen im Miteinander- Sein, Teilen und Forschen. Sehr besonders ist dabei, wie jede(r) ganz in der eigenen Zeit und der eigenen Art ihren/seinen Platz in der Gruppe einnimmt, ankommen kann, Fülle spürbar und Toleranz erfahrbar wird. Kontakt! Das WIR – Momente von Gemeinschaft entstehen. Für uns als soziale Wesen, die wir Menschen sind, ein Grundbedürfnis. Nicht selten ist dieses Grundbedürfnis tief unter unseren Schutzmechanismen verborgen und primär nicht wahrnehmbar.

Warum Leidenschaft?

Leidenschaft steht für mich für Lust und Begeisterung. Berührt, beseelt mit Haut und Haaren! Wissen wollen auf tieferer Ebene! Für den Moment – pur. Dafür – sich mit ganzem Herzen zu geben. Hingabe! Leidenschaft ist für mich ein Ausdruck von Fülle, Herzkontakt, Herzblut, Intensität, Lebendigkeit. Verbundenheit mit dem Jetzt. Eine Kraft, die bewegt, scheinbar Unmögliches möglich macht.

Leidenschaft birgt auch das Risiko zu scheitern. Manchmal höre ich von Menschen, dass sie den Begriff Leidenschaft nicht mögen, weil in diesem Wort das Wort Leid enthalten ist. Ja, es birgt ein Risiko lebendig zu sein! Und der Wunsch nach Intensität ist bei Menschen unterschiedlich. Und manchmal möchte dieser Wunsch erweckt und entdeckt werden. Dann unterstützen achtsame Forschungsfelder. Vielleicht hast du ja jetzt gerade Lust was dazu auszuprobieren?

Als Körpertherapeutin lade ich dich auf eine persönliche Erfahrung ein. Das Thema: Kontakt und Leidenschaft am Beispiel „Frühling“. 

Idealerweise hast du ein Gegenüber, einen Zeugen/eine Zeugin, der/die dir zuhört. – Und es geht auch alleine. Wichtig dabei ist, dass du laut aussprichst, was auftaucht. Du beginnst zu „blubbern“, sprichst alles aus, was dir zum Frühling einfällt.
Du beginnst mit folgendem Wortlaut:
Ich bin der Frühling, ich bin... (hier ein paar Beispiele für den Einstieg: die Kraft, die ins Leben will, ich bin das saftige Grün, der Keim der durch die Erdkruste stößt, die Knospe die aufbricht etc), ich bin…
Gebe dir 10 Minuten Zeit und lasse dich immer tiefer eintauchen in die Vorstellung: „Ich bin der Frühling“.
Nach 10 Minuten mache eine kleine Pause und nehme dir Zeit für Kontakt mit dir und deinem Körper. Wie fühlst du dich? Hat sich was verändert? Was nimmst du wahr?
Wenn du ein Gegenüber hattest, dann lasst euch jetzt wechseln. Am Ende tauscht euch aus. Was habt ihr erlebt: Als erforschende Person – als Zeuge?

Soviel für heute. Über Rückmeldungen von dir freue ich mich.


Wie geht das mit dem Spüren?

Neulich in der Klinik stellte ein Klient die Frage: „Frau Schröder, wie geht das mit dem Spüren?“

Hm – ja, wie geht das mit dem Spüren – und warum haben es viele von uns so schwer damit?

Geschichten zum Fühlen

Als wir noch klein waren und in der totalen Abhängigkeit zu unseren Bezugspersonen, fühlte sich bei dem einen oder anderen so manches lebensbedrohlich an.

Ein Säugling, der aus Hunger weint und damit ignoriert wird, weil z. B. die aktuellen Erziehungsmethoden einen bestimmten Rhythmus für sinnvoll erachten, kann nicht verstehen, warum niemand kommt. Er erfährt im Extremfall die Angst zu sterben. Für einen Säugling ist das ein reales Erleben, da er sich nicht selbst versorgen kann.
Um von frühkindlichen bedrohlichen Gefühlen nicht überwältigt zu werden, trennen wir uns von unserem Fühlen. Das ist an sich ein genialer Schutz- und Bewältigungsmechanismus.

Ein anderer Auslöser für das Verlernen vom Spüren bestimmter Gefühle ist, wie wir über unsere Familie und unser Umfeld sozialisiert werden. Das, was wir an Konzepten von Gut und BöseRichtig und FalschAkzeptabel und Inakzeptabel erlernen. Selbst ganz kleine Kinder erkennen, dass sie für das, was akzeptabel ist, geliebt und belohnt werden, und dass sie verlassen oder bestraft werden, wenn sie etwas Inakzeptables tun.

So wird auch hier eine Überlebensstrategie wirksam. Das, was wir in unserem sozialen Umfeld als inakzeptabel erleben, übernehmen wir als inakzeptabel. Es wird abgespalten und ins Unterbewusstsein verdrängt.

Ein persönliches Beispiel

Von mir kann ich sagen, dass Traurigkeit eines der Gefühle war, welches in meiner Herkunftsfamilie nicht willkommen war. Dieses Gefühl verschwand als Folge davon von meiner Gefühlspalette – was nicht heißen soll, dass da keine Trauer war. Doch eben abgespalten – nicht mehr spürbar.
Auch heute noch fällt es mir schwer zu erkennen, wenn ich traurig bin. Da wird gekämpft, gerungen, argumentiert, gehadert, analysiert, da bin ich am verzweifeln – bis ich erkenne: Ich bin „einfach“ traurig!
Sobald ich das erkenne, verändert sich etwas in meinem Körper. Plötzlich geht etwas auf. Die Trauer darf mich berühren und von einem Moment zum anderen fühle ich mich gesegnet, nah bei mir, Tränen dürfen fließen, mir wird es warm ums Herz. Der ganze innere Druck kann mit einem Mal abfließen. Für mich ist das immer wieder ein großes Wunder. Und so verrückt das klingen mag, ein Grund zur Freude.
Ich werde zunehmend vertrauter mit dem Gefühl Trauer und diese Gefühlsqualität wird mit jedem Mal mehr ein Teil von mir, kann sich integrieren und ich dabei heiler werden.

Um Missverständnissen vorzubeugen: Unter „heilen“ verstehe ich nicht, dass es dann gut ist mit der Trauer. Mit „heilen“ meine ich nicht: „Haken dahinter.“ Ich meine nicht: „Jetzt bin ich durch“ – „Trauer verstanden, brauche ich jetzt nicht mehr.“
Unter heilen verstehe ich, damit sein zu können und mich selbst damit als liebenswert zu erfahren.

Wie funktioniert das mit dem Spüren?

Jeder Gefühlszustand geht im Körper mit einer eindeutigen, ganz spezifischen Empfindung einher, so wie ein Bissen Essen eine ganz bestimmte, eindeutige Geschmackserfahrung erzeugt.

Wie verhindern wir Entwicklung?

Eine bewährte Methode um Spüren zu unterdrücken ist, die Luft anzuhalten und damit Schutzmechanismen aufrecht zu erhalten. Oder jegliche Form von Ablenkung: Konsum verschiedenster Art, Süchte.

Wenn wir in unseren Schutzmechanismen verhaftet bleiben, können wir als Erwachsene keine neuen, positiven Erfahrungen im Umgang mit den eigenen Gefühlen und im Kontakt mit anderen machen. Wir reagieren zwar sehr sensibel auf das ein oder andere im Gegenüber, sind jedoch nicht in der Lage diese Gefühle als unsere anzunehmen und zu integrieren. Je unbewusster wir sind, desto eher bleiben wir mit dem Gegenüber beschäftigt und sind leider viel zu oft im Dramadreieck von Opfer, Täter oder Retter gefangen.

Unser unbewusster Schutzmechanismus wirkt immer noch aus der Sicht eines Kindes und verhindert heilsame Erfahrungen. Wir spüren den eigenen Körper nicht, wir denken unser Fühlen anstatt zu fühlen. Wir projizieren: „Weil der das getan….“ „Weil die das gesagt….“ etc. – „deswegen geht es mir jetzt schlecht!“ Wir stellen unbewusst Fettnäpfchen auf, die die Menschen um uns herum auf Abstand halten, fühlen uns chronisch missverstanden, suchen Schuldige und verzehren uns gleichzeitig nach Nähe.

Sicher ist, solange wir mit Schuld und Recht haben beschäftigt sind, drehen wir uns dabei im Kreis.

Durch Schattenarbeit Licht ins Dunkel bringen

Viele der überwältigenden Gefühle im Leben eines Erwachsenen sind nicht lebensbedrohlich und doch fühlen sie sich immer noch so an. Es fehlt an positiven Erfahrungen im Umgang mit unseren eigenen intensiven Gefühlen. Dieser Schmerz, an dem wir festhalten, kann nur geheilt und assimiliert werden, wenn wir bereit sind und den Mut haben, unsere Aufmerksamkeit zurück auf das Kind zu richten, welches damals erstarrt ist. 

Und ja, in unserem Menschsein gibt es vielerlei, was erinnert und schmerzt – Trauer, Wut, Scham, Verzweiflung, Angst, Isolation, Wertlosigkeit, Verlorenheit, Ohnmacht – um nur ein paar der unangenehmen Gefühle zu nennen. Da ist so einiges, was wir lieber nicht spüren wollen. Und wir tun vieles, haben mannigfaltige Vermeidungsstrategien, um diesem „Weh“ auszukommen.

Doch auf Dauer macht uns das krank und unzufrieden. Das ist der Moment wo wir anfangen ernstgemeinte Fragen zu stellen und beginnen uns auf den Weg zu machen. Denn Gefühle sind zum Fühlen da.

Der Weg zu Integration und Heilung

Für mich ist der Begriff des radikalen Akzeptierens sehr hilfreich beim Spüren der eigenen Gefühle geworden. Und ich merke, das wird mir nur möglich, wenn ich aufhöre zu kämpfen (gegen mein Gegenüber oder gegen mich) und es wage innezuhalten. Wenn ich aufhöre wegzurennen – meine unterschiedlichsten Vermeidungsstrategien unterlasse, und den Mut und/oder genug Verzweiflung habe, um mich meinem Fühlen zu stellen. – Zuwendung!

Raus aus der Projektion, raus aus der Verurteilung (meiner selbst oder anderen), weg von dem aktuellen Auslöser (Trigger) – hin zu mir selbst! Bereit zu fühlen. Mit mir zu fühlen und gut (gütig) mit mir zu sein. Mir beistehen.

Für mich – ein tagtägliches, notwendiges und sinnvolles Übungsfeld. Ich kann nicht sagen, dass es leicht ist. Doch ich bin davon überzeugt, dass es sich lohnt sich dafür einzusetzen.

Für dein Leben – in Kontakt und Leidenschaft.

SAbine


Vom Potential des Unbekannten

Zum Jahreswechsel hat mich folgender Text erreicht:

Ich suche nicht – ich finde

Suchen – das ist Ausgehen von alten Beständen und ein Finden-Wollen von bereits Bekanntem im Neuen.

Finden – das ist das völlig Neue!

Das Neue auch in der Bewegung. Alle Wege sind offen und was gefunden wird, ist unbekannt. Es ist ein Wagnis, ein heiliges Abenteuer!

Die Ungewisskeit solcher Wagnisse können eigentlich nur jene auf sich nehmen,
die sich im Ungeborgenen geborgen wissen,
die in die Ungewissheit, in die Führerlosigkeit geführt werden,
die sich im Dunkeln einem unsichtbaren Stern überlassen,
die sich vom Ziele ziehen lassen
und nicht – menschlich beschränkt und eingeengt – das Ziel bestimmen.

Dieses Offensein für jede neue Erkenntnis im Außen und Innen:
Das ist das Wesenhafte des modernen Menschen, der in aller Angst des Loslassens doch die Gnade des Gehaltenseins im Offenwerden neuer Möglichkeiten erfährt. (Pablo Picasso)
~~~
Sehr passend finde ich diesen Text für das neue Jahr, zu dem wir uns gegenseitig das Beste wünschen. Sind wir wirklich bereit, uns selbst und auch andere das „Neue“ finden zu lassen? Nicht wissend, forschend, interessiert? Bereit, uns selbst und anderen Zeit und Raum zu geben, der nicht mit Vorstellungen, Aktionen und Konsum gefüllt ist?

Das Unbekannte einladen, lieben lernen und Platz im eigenen Leben hierfür bewusst zu schaffen, ist mir ein großes Bedürfnis geworden. Nicht, weil irgendetwas anders werden muß – nein. Eher, weil da ein Zauber ist, eine Lebendigkeit im Hier und Jetzt, und weil sich meine innere Haltung zum Unbekannten verändert. Von meiner ‚Angst vor‘ – hin zu einer ‚Lust auf‘.

‚Neu‘, das ist immer der nächste Moment, der beständig unser Leben begleitet und der erst, wenn er pur ist – gelöst von eigenen Vorstellungen (unsere Vorstellungen beziehen sich auf Erfahrungen aus der Vergangenheit), Konzepten, Sorgen und Ängsten – wirklich spürbar wird.

Was mich dabei unterstützt ist, langsam zu werden, innezuhalten, meiner Sinne gewahr zu sein. Dadurch wird mir möglich mit dem Kämpfen aufzuhören, meine Vorstellungen wahrzunehmen, diese loszulassen und das gewohnte Aus- und Durchhalten zu unterbrechen. Hinein in das Ja zum Moment! Sein! Jetzt! Mit all dem, was sich dadurch zeigen kann, gefühlt und durchlebt werden will.

Der schrittweise Ausstieg aus sich selbst eingrenzenden, destruktiven Gewohnheiten, Entschleunigung und die Verfeinerung der eigenen Wahrnehmung sind Fähigkeiten, die mir besonders am Herzen liegen. In meinen Seminaren und Einzelbegleitungen schaffe ich achtsame Erfahrungsräume, die Dir Möglichkeiten bieten, Dir selbst und anderen auch mit dem Neuen und Unbekannten in einem offenen und verantwortungsbewussten Umgang zu begegnen.


Ärger – der kleine Bruder der Wut

Ganz ehrlich, ist es okay für Dich, wenn Du Dich ärgerst? Darfst Du ärgerlich sein, Ärger fühlen? Und darfst Du vor allem sichtbar damit sein? Und wie gehst Du damit um, wenn jemand Dir seinen Ärger zeigt.

Warum diese Fragen?
In der vergangenen Woche hatten wir in der Klinik eine Fallbesprechung und da hörte ich die Aussage: Ärger ist ein Kontaktangebot!

Das hat mich neugierig gemacht, und so begann ich damit zu forschen.

Auf Wikipedia finde ich unter Ärger: Verdruss, eine spontane, innere, negativ-emotionale Reaktion (Affekt) auf eine unangenehme oder unerwünschte Situation, Person oder Erinnerung. Das, was Ärger hervorruft – das Ärgernis – kann eine Frustration, etwa eine Kränkung sein. Unmut, Unbehagen oder Missmut sind die weniger erregenden Formen des Ärgers. Diese Emotionen sind als innere Reaktionen zunächst spontan und in aller Regel unvermeidbar. In unserer Kultur gilt das Zeigen von Ärger in der Regel als taktlos. Unter Erwachsenen wird Ärger tabuisiert und Kindern wird er oftmals abgesprochen. Ungehörig fällt mir dazu ein.

Bei der weiteren Recherche finde ich zahlreiche Artikel mit Tipps, Ärger zu negieren. Was mir bleibt, ist der Eindruck: Ärger zu empfinden ist ein Mangel und falsch. Ich finde wenig zum „Sein“ mit Ärger.

Wie geht es mir mit Ärger, dem kleinen Bruder der Wut?

Sehr schnell wird spürbar, dass es da einen dominanten Teil in mir gibt – ich würde ihn meinem inneren Kritiker zuordnen – der Sich-ärgern-lassen als Schwäche, Makel und Tabu erlebt. Da gibt es Erinnerungen von Beschämung in der Kindheit, Geschwister oder andere Kinder können da so einiges dazu beitragen…ausgeliefert sein, fällt mir dazu ein. Phasenweise scheint das in meiner Erinnerung wie ein Sport: Wen man ärgern kann, über den hat man Macht. Kein Wunder, dass mein Kritiker mich hiervor schützen mag.

Wie reagiere ich, wenn ich mit offen gezeigtem Ärger konfrontiert bin?

Sofort wird ein Schutzmuster aktiviert, ich spüre Angst, halte die Luft an, werde starr. Meine gefühlte Temperatur sinkt innerhalb kürzester Zeit, ich friere innerlich ein, versuche mich taub zu machen. Gleichzeitig gibt es ein Programm, das mir hilft, im Außen das Gesicht zu wahren. Eine Strategie, um mich besser zu fühlen, ist die Verurteilung der Person, die sich mit ihrem Ärger zeigt. Und ich kenne auch das Rudern in mir nach Lösungen, um schnell wieder Harmonie herzustellen. Neuer in meinem Leben sind Sätze wie: „Ich stelle mich für eine Begegnung auf dieser Ebene nicht zur Verfügung“, „Das brauche ich nicht“. So „rettete“ ich mich bisher und sorgte für Abgrenzung.

Wenn ich mir nun diese Aussage Ärger ist ein Kontaktangebot anschaue, dann sind meine bisherigen Strategien, mit Ärger umzugehen ein Ausweichen, begründet in meiner Angst, überrollt zu werden. Doch muss das wirklich immer so sein? Wie könnte ich mich an dieser Stelle weiterentwickeln? Was könnte mir helfen, bei der Konfrontation mit Ärger offener und zugewandter zu sein, und zugleich liebevoll mit dem ängstlichen Teil in mir in Verbindung zu bleiben?

Blickwickel zu verändern erlebe ich als hilfreiche Ausgangsbasis für das Entdecken neuer Handlungsmöglichkeiten. Zum Beispiel:

  • Ärger zu sehen als eine Investition/Engagement in etwas (Beziehung, Job, Umwelt etc.).
  • Ärger zu sehen als Ausdruck einer Not, einer Verzweiflung, eines Hilferufes – mit dem Risiko missverstanden und verurteilt zu werden.
  • Ärger zu sehen als mutigen Ausdruck eines authentischen, lebendigen Kontakts. Sichtbar. Ein Sich-zu-muten (anderen und sich selbst), Grenzen aufzeigend, Stellung beziehend. Mit dem Risiko, sich damit auch verwundbar und angreifbar zu zeigen.

Durch den Satz „Ärger ist ein Kontaktangebot“ ist mir bewusst geworden:

Die Person, die sich mit ihrem Ärger zeigt, zeigt sich. Sie ist berührbar und alles andere als gleichgültig. Sie ist engagiert, ringt mit etwas, gibt etwas, bietet sich als Reibungsfläche/Kontakt an. UND – ich muss mich nicht auf dieses Kontaktangebot einlassen. Doch ich möchte mit diesen Gedanken einladen, genauer hinzuschauen. Es ist etwas anderes, wenn ich mich ehrlich bekenne, gerade nicht tiefer einsteigen zu wollen UND die Person mit ihrem Ärger wertzuschätzen, oder den/die andere Person für ihren Ärger zu verurteilen und/oder zu beschämen.

Es braucht Mut, ungeliebte Gefühle wie Ärger als Teil des Menschseins anzuerkennen und ihnen aufgeschlossen zu begegnen. Ärger als etwas Konstruktives, als ein Kontaktangebot, zu verstehen, braucht die Bereitschaft, die Verantwortung für die eigenen Gefühle zu übernehmen. Es braucht achtsame, wohlwollende Begegnungen, die Authentizität unterstützen und Menschlichkeit im miteinander möglich machen. Es braucht Menschen, die es wagen, „anstößig“ zu sein.

Unsere Kultur bietet hierfür wenig. Die Folgen zeigen sich nicht zuletzt an der zunehmenden Zahl psychosomatisch erkrankter Menschen. Ärger als Schattenprinzip macht krank und einsam. Depressionen, Magengeschwüre, Bluthochdruck sind typische Folgen von Ärger, den Menschen runter schlucken und damit gegen sich selbst richten. Häufig sitzt tief in unseren Zellen das Bedürfnis, es allen recht machen zu wollen und ja nicht gegen vermeintliche Regeln zu verstoßen.

Über dieses Bewusstsein entsteht in mir Respekt für Menschen, die es wagen, Ärger zu fühlen und damit sichtbar zu sein. Ich bin davon überzeugt, dass es sich lohnt damit zu forschen, wie sich die Energie des Ärgers verändert, wenn er aus seinem Schattendasein ins Licht rücken darf.

Meine Dankbarkeit und mein Respekt gilt auch den Menschen, die als Gegenüber dableiben. Im Kontakt forschend, der sich ärgernden Person den Ärger lassend und selbst bereit zu fühlen, sich mitzuteilen und die Verantwortung für die eigenen Gefühle zu übernehmen. Was es braucht ist die Bereitschaft sich einzulassen und Zeit für Begegnung.

Mein Wunsch ist, das Ärger sein darf. Eigenverantwortlich und willkommen als ein Gefühl, das Teil unseres Menschseins ist. Ganz alleine geht das nicht. Es braucht positive Erfahrungen mit anderen Menschen. Erfahrungen, die es möglich machen, mit Ärger in Frieden zu kommen, so dass die Scham und die Angst über dieses Gefühl langsam dem tiefen Wunsch nach mehr Menschlichkeit, Authentizität und wahrhaftigerem Kontakt weichen kann.

Für ein Leben in Kontakt und Leidenschaft und voller Lebendigkeit.

Lebens- und liebesforschend

SAbine

 


Eine Fabel: Vom Adler, der sich für ein Huhn hielt

Ein Mann ging in einen Wald, um nach einem Vogel zu suchen, den er mit nach Hause nehmen konnte. Er fing einen jungen Adler, brachte ihn heim und steckte ihn in den Hühnerhof zu Hennen, Enten und Truthühnern. Und er gab ihm Hühnerfutter zu fressen obwohl er ein Adler war, der König der Lüfte.
 
Nach fünf Jahren bekam der Mann den Besuch eines naturkundigen Mannes. Und als sie miteinander durch
den Garten gingen, sagte der naturkundige Mann: „Der Vogel dort ist kein Huhn, er ist ein Adler!“ „Ja“, sagte der Mann, „das stimmt. Aber leider habe ich ihn zu einem Huhn erzogen. Er ist jetzt kein Adler mehr, auch wenn seine Flügel drei Meter breit sind.“
 
„Nein“, sagte der andere, „er ist noch immer ein Adler, denn er hat das Herz eines Adlers. Und das wird ihn hoch hinauffliegen lassen in die Lüfte“. „Nein, nein“, sagte der Mann, „er ist jetzt ein richtiges Huhn und wird niemals fliegen.“
 
Daraufhin beschlossen sie eine Probe zu machen. Der naturkundige Mann nahm den Adler, hob ihn in die Höhe
und sagte beschwörend: „Adler, in Dir schlägt das Herz eines Adlers, der dem Himmel gehört und nicht der Erde: Breite Deine Schwingen aus und fliege!“ Der Adler saß auf der hoch gestreckten Faust und blickte um sich. Hinter sich sah er die Hühner nach ihren Körnern picken, und er sprang zu ihnen hinunter und pickte mit ihnen Körner.
 
Der Mann sagte: „Ich habe Dir gesagt, es ist ein Huhn!“
„Nein“, sprach der andere, „er ist ein Adler. Versuchen wir es morgen noch einmal.“
 
Am anderen Tag stieg er mit dem Adler auf das Dach des Hauses, hob ihn empor und sagte: „Adler, in Dir schlägt das Herz eines Adlers, der dem Himmel gehört und nicht der Erde: Breite Deine Schwingen aus und fliege!“ Aber als der Adler die scharrenden Hühner im Hof erblickte, sprang er abermals zu ihnen und scharrte mit ihnen.
 
Da sagte der Mann wieder: „Ich habe Dir gesagt, es ist ein Huhn.“ „Nein“, sprach der naturkundige Mann, „er ist ein Adler und hat das Herz eines Adlers. Laß es uns noch ein einziges Mal versuchen.“
 
Am nächsten Morgen erhob er sich früh, nahm den Adler und brachte ihn hinaus aus der Stadt, weit weg von den Hühnern, auf den Gipfel eines hohen Berges. Die Sonne ging gerade auf, sie vergoldete den Gipfel des Berges, jede Zinne erstrahlte in der Freude eines wundervollen Morgens. Er hob den Adler hoch und sagte zu ihm: „Adler, Du bist ein Adler, in Dir schlägt das Herz eines Adlers, breite Deine Schwingen aus und fliege!“ Der Adler blickte umher, zitterte, als erfülle ihn neues Leben – aber er flog nicht.
 
Da ließ ihn der naturkundige Mann direkt in die Sonne schauen. Und plötzlich durchfuhr es ihn. Er breitete seine gewaltigen Flügel aus, erhob sich mit dem Schrei eines Adlers, flog höher und höher und kehrte nie wieder zurück.
 
(Nach einer Fabel aus Ghana)

Die fünf Freiheiten

Die Freiheit, das zu sehen und zu hören, was im Moment wirklich ist, anstatt das, was sein sollte, gewesen ist oder erst sein wird

Die Freiheit, das auszusprechen, was ich wirklich empfinde und denke und nicht das, was von mir erwartet wird

Die Freiheit, zu meinen Gefühlen zu stehen und nichts anderes vorzutäuschen

Die Freiheit, um das zu bitten, was ich brauche, anstatt immer erst auf Erlaubnis zu warten

Die Freiheit, in eigener Verantwortung Risiken einzugehen,
anstatt immer auf Nummer sicher zu gehen und nichts Neues zu wagen.

Virginia Satir (Begründerin der systemischen Familientherapie)

 


Impulse versus Konzepte

Impulse versus Konzepte finde ich gerade ein spannendes Thema. Eigene Impulse im Jetzt wahrnehmen und ihnen vertrauen – im Gegensatz zum verhaftet sein in Erkenntnissen aus früheren (anderen) Situationen, die – zu Konzepten erhoben – das Potential haben, mich zu blockieren.

Kennst Du das auch?                              Bilder, Ideale, festgefahrene Vorstellungen und Prägungen, die deiner Lebendigkeit und dem Abenteuer Leben im Wege stehen und, so erlebe ich es, der Nährboden sind für zunehmende Unzufriedenheit?

Oft wird im Kontext meiner Arbeit von „Tantra“ gesprochen. Die Bilder und Vorstellungen die es dazu gibt haben oft nicht viel mit dem tantrischen Weg zu tun, und schneller als gedacht ist das nächste Konzept entstanden.

Nicht wissen – und davon viel – und es wagen, sich in den Moment hinein zu geben – sich einlassen, mitschwingen. Eigene Impulse, die im Jetzt entstehen wollen, wahrnehmen und zulassen können,  mit Vertrauen forschen und Verantwortung übernehmen lernen. Erstaunliches wird möglich. All dies ist in meinem Verständnis ein essentieller Teil des tantrischen Heil- und Entwicklungsweges.

Und auch das Potential der Wutkraft taucht hier wieder auf. Um Impulse verantwortlich zu leben, braucht es unser Feuer, den Zünder Wut (Texte dazu unter: sabine-schroeder-seminare.de/blog/wut/ sowie .sabine-schroeder-seminare.de/blog/liebe-und-wut/).

Gepaart mit der Fähigkeit körperlich anwesend (berührbar), durchlässig und gleichzeitig verankert zu sein.

Vielleicht magst du gleich jetzt dazu ganz praktisch forschen?
Was kannst du in deinem Körper wahrnehmen, was passiert in dir, wenn du in dir den Begriff „Konzept“ spürbar werden lässt? Und im Gegenzug: Was kannst du in dir wahrnehmen bei dem Begriff „Impuls“?……

In meiner Arbeit, bei der Begleitung (in meinen Seminaren oder bei der Einzelbegleitung) gelingt es mir  erstaunlich leicht die Impulsen im Hier und Jetzt wahrzunehmen und ihnen zu vertrauen. So kann Großartiges entstehen – in dem ich aus dem Weg gehe und gleichzeitig wach und interessiert im Moment anwesend bin.
Privat hakt es da des öfteren und ich stehe mir mit meinen Konzepten (sehr tricky), die ich oft unbewusst über meine Ängste gestülpt habe und mit meiner Rigidität selbst im Weg.

Und… hin und wieder gibt es einen Schubs vom Leben und erstaunliche neue Dynamiken entstehen.

In meinem Fall heißt das, das ich nach knapp 12 Jahren München verlassen werde, um wieder ins Allgäu zu ziehen. Einen Tag, nachdem ich die Entscheidung getroffen hatte, findet sich mein zukünftiges Zuhause. Impuls um Impuls schaukelt mich mein Leben in meine Spur und macht Erstaunliches möglich.

Ich freue mich auf all diejenigen, die zu diesem Thema aktiv forschen wollen und Lust haben auf ihre Lebendigkeit und den Kontakt zu ihrer Quelle. Die von mir begleiteten Seminare bieten hierfür Möglichkeiten heilsame Erfahrungen zu machen.

Für ein Leben in Kontakt und Leidenschaft.


Hallo Du

Anfang des Jahres hat mich folgender Text erreicht:

Der Planet braucht keine erfolgreichen Menschen mehr,
der Planet braucht dringend Friedensstifter, Heiler, Erneuerer, Geschichtenerzähler und Liebende aller Arten.

Er braucht Menschen mit Zivilcourage, bereit, sich dafür einzusetzen,
die Welt lebenswert und menschlich zu gestalten.

Diese Qualitäten haben wenig mit der Art Erfolg zu tun,
die in unseren Kulturen verbreitet ist. (Dalai Lama)

Dieser Text beschäftigt mich seither. Ganz besonders geht die Friedensstifterin in mir um. Wie geht das? Was ist so schwierig daran. Sätze wie „Um des lieben Friedens willen…“ tauchen auf. Ein Satz, der bisher für mich beinhaltet, meine Wahrheit zu verleugnen und mich unterzuordnen. Keine leichte Übung für eine Frau wie mich, und der Widerstand ist mächtig. Fühlt es sich doch auch gleich so verbogen, verlogen und unehrlich an.

Und ich spüre die Sehnsucht in mir, eine Friedensstifterin zu sein und Zivilcourage zu leben. Konstruktiv, wahrhaftig dem großen Ganzen dienend. Wo ist da der Königsweg? Eine Frage, immer wieder neu. Sicher ist, es braucht die Erwachsene und es ist ein Weg der Erfahrungen, mit Möglichkeiten wahrhaftig forschend, der immer wieder Mut braucht und Reife möglich macht.

Es gibt sehr interessante und empfehlenswerte Texte von Katharina Saalfrank auf Spiegel Online und in ihrem neuesten Buch Kindheit ohne Strafen.
Was hat dies mit meiner Arbeit zu tun? Der liebevolle und wertschätzende Weg, den sie für die Begleitung und Führung von Kindern entwickelt, ist zugleich auch der Weg für unsere inneren Kinder, und es gibt weit mehr Parallelen zwischen der realen Kindererziehung und der Art und Weise, wie wir mit unseren inneren Kindern umgehen. Beides kann so die Basis legen für Konflikte oder Frieden. Und wir haben die Wahl.

Verwahrloste, vernachlässigte, ängstliche innere Kinder werden zu Tyrannen und machen es unmöglich, als Erwachsene Frieden zu stiften, unser Herz zu öffnen, Empathie zu leben und verantwortlich Beziehungen zu entwickeln und zu führen. Ihre einzige Chance, Aufmerksamkeit zu bekommen sind Machtspiele. Doch Heilung und Frieden braucht einen anderen Weg.
Unsere inneren Kinder brauchen unsere Achtsamkeit, Toleranz, Liebe, Mitgefühl, Halt und eine wohlwollende Führung. Das verletzte innere Kind braucht Zuwendung und Heilung. Um eine Friedenstifterin zu sein, ist ein liebevoller Kontakt zu den inneren Kindern essentiell.

Zivilcourage braucht Mut und das Potential von Wut, die Angst der Kleinen braucht Mitgefühl. Daher liegt der Fokus meiner Arbeit immer wieder bei den inneren Kindern. Für mich ist das ein Invest für Frieden. Soviel heute von mir. 


Wut

Hallo Du!

Samstag vor einer Woche habe ich an einem Wuttraining teilgenommen. Gut, das ich dort war! Ein Satz, der mich erst einmal irritierte war die Aussage:

„Wut macht den Raum sicher.“

Wut, so wie ich sie bisher kannte, ist destruktiv, gefährlich, nicht angebracht und zerstörerisch, um nur ein paar der mir so vertrauten Prägungen zu nennen. Mehr als ein Grund sich dafür zu schämen und Zurückhaltung zu üben.

Nun, im Possiblity Management (nach Clinton Callahan) gibt es eine Zuordnung: die alte Landkarte der Wut und die neue Landkarte der Wut. Die alte Landkarte enthält in der Tat destruktive Eigenschaften. Hier ist der Umgang mit dem Gefühl Wut geprägt von „gegen etwas“ sein. Der Fokus liegt im Außen und darin, etwas zu bekämpfen. Sie ist der Boden für gelebte Dramen, für Opfer-Täter-Retter-Dynamiken.

Auf der neuen Landkarte der Wut wird deutlich, dass es sich um eine neutrale Energie handelt mit der Information „für Dich“. Diese gelebte Wut-Energie mobilisiert Kraft, bewegt, wirkt konstruktiv, klärt, setzt Grenzen, macht es möglich, eigene Grenzen zu öffnen, wirkt aus der Zentrierung heraus, ist der Boden für Authentizität und gelebte Leidenschaft im Kontakt. Sie macht ein Ja oder ein Nein möglich, ermöglicht Eigenständigkeit und Integrität. Diese Energie hilft uns dran zu bleiben, wenn es schwierig ist und hat einen Draht zu dem, was wirklich in uns brennt.

Es braucht die Erwachsenen in uns, mit der Fähigkeit zur Selbstwahrnehmung, der Bereitschaft, Verantwortung für das eigene Fühlen (meine Gefühle) zu übernehmen und zu differenzieren. Um dafür zu gehen braucht es wiederum Wut-Energie. Wut-Energie, für den Mut zur Auseinandersetzung mit dem was ist.
Und es braucht Menschen, die bereit sind mit dir zu trainieren, die daran interessiert sind, dass du in deine Kraft kommst, bereit dir Feedback zu geben und zu wachsen. Er-wachsen, raus aus destruktiven Gewohnheiten, hinein in ein verantwortungsbereites Miteinander.

Worum es dabei nicht geht ist, die Wut „wegzugeben“. Sie sinnlos raus zu brüllen, auf Kissen zu schlagen, um sie loszuwerden. Sondern sich diese Energie zu eigen zu machen, um sie konstruktiv zu nutzen und ihr eine Richtung zu geben.

Mich fasziniert dieser Weg. Und ich werde ihn weiter gehen, mich trainieren und sicher wird das ein oder andere auch in meiner Arbeit in seiner Zeit wirksam werden.

Denn: „Wut macht den Raum sicher“ für all die anderen kostbaren Gefühle/Energien wie Angst, Freude und Traurigkeit. Für Ent-wicklung. Danke an Dagmar Thürnagel und Martina Unger und an alle die Frauen, die mit mir waren.

Für ein Leben in Kontakt und Leidenschaft.

(Text z. Newsletter vom 19. Oktober 2017)


Liebe und Wut

Hallo Du!

„Liebe und Wut tut gut“, war vor vielen vielen Jahren mal ein Seminar, bei dem ich Teilnehmerin war. Heute kommt mir diese Aussage immer wieder in den Sinn.
Inspiriert von der genialen Frage: „Was würde jemand tun, der sich selbst liebt“ (diesen Satz habe ich von Nicola Weiser/Seminarhof Sonnentor) bin ich täglich damit befasst, wie ich meinen Tag in meinem Sinne gestalte, wo ich meine Prioritäten setze und was in meinem persönlichen morgentlichen Pflege- und Förderprogramm 😉 gerade das Stimmigste für mich ist.

Früher, geprägt von meiner rigiden Persönlichkeitsstruktur war da die Vorstellung, ich müsste bei einer „Sache“ bleiben, sonst wird das nichts. Wenn Yoga, dann Yoga. Wenn Joggen, dann Joggen, wenn Nordic Walking, dann täglich Nordic Walking, wenn Chakra Breathing dann…

Heute funktioniert das nicht mehr. Mein Körper blockiert. Er will gefragt werden, einbezogen in meine Entscheidung. Was „pflegt“ mich heute wirklich? Was stärkt mich? Was bringt mich heute in Fluss? Was würde jemand tun, der sich selbst liebt? Das ganze Procedere braucht meine Achtsamkeit und Präsenz. Denn sonst schleicht sich mein Schweinehund ein und aus meinem persönlichen Morgenpflegeprogramm, dass mir Zuwendung verspricht, wird Grübelei und Lähmung.

Und da kommt nun die Wut ins Spiel. Wut ist Energie, die bewegt. Energie, die zu initiieren vermag. Die konstruktive Kraft des Gefühls Wut ist es, die meiner Trägheit etwas entgegenzusetzen hat und die mir „auf die Beine hilft“. „Die Wut hochfahren“ ist eine Formulierung, die ich im Possiblity Management (Begründer: Clinton Callahan) kennen gelernt habe. Meine bisherige Formulierung dafür war, mich an der Hand zu nehmen. Beides braucht meine Entscheidung, meine Entscheidung ist Wutenergie.

Für eine Entscheidung braucht es Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Und da taucht er wieder auf der Satz: „Was würde jemand tun, der sich selbst liebt“? Und so schließt sich der Kreis:
Liebe und Wut tut gut. (danke Karl-Heinz Moosig und Sabine Newger)

So, und jetzt gehe ich raus – Kräuter sammeln und irgendwann später….mal sehen.;-))

Ich wünsche dir einen entscheidungsfreudigen, liebevollen Tag.


Hallo Du

Peter Levine, einer der Pioniere der körperorientierten Traumapsychotherapie, hat festgestellt, dass man ein Trauma nie an einem Ereignis festmachen kann, sondern nur an der Reaktion der Betroffenen. Deshalb ist seine Definition von Trauma auch wesentlich offener:

Zu viel           zu schnell           zu plötzlich

Letztendlich tritt eine traumatische Reaktion ein, wenn das Bewältigungssystem eines Menschen vollkommen überfordert ist und er oder sie sich hilflos und überwältigt fühlt.

Fragst Du Dich auch manches Mal, wieso andere soviel entspannter und geistesgegenwärtiger mit bestimmten Situationen umgehen können als Du? Wieso dir die Worte im Halse stecken bleiben und du plötzlich sprachlos bist – ohnmächtig. Wo du erstarrst, passiv zum Zeugen wirst an Stellen, wo es deine Handlungsfähigkeit bräuchte? Situationen, in denen du dich massiv konfrontiert fühlst, und denen du schlichtweg nicht gewachsen bist?

Manchmal sind es ganz neue Erfahrungen, meist jedoch sind es Erinnerungen aus früherer Zeit, die unser Nervensystem rennen lassen und uns auch heute noch in einen Zustand von Hilflosigkeit und Überwältigung bringen, der der aktuellen Situation nicht angemessen ist. Das ist nicht leicht auszuhalten. Und oft sehr schambehaftet.

Spannend auch hier wieder einmal die Frage: Was gibt es zu lernen? Worum geht es?

Viele Antworten dazu geben auf sehr anschauliche Weise die Blogs (oder auf You tube zahlreiche Videos) von Dami Charf unter www.traumaheilung.de.  Sie beschreibt u. a. das „window of toleranz“, wo es darum geht, dass Handlungsspielräume sich vergrößern können.
Die gute Nachricht: mit wohlwollender Unterstützung kann Entspannung eintreten, wo vorher nur Stress (Kampf, Flucht oder Schock) war. Im Fokus dabei unser Körper mit seiner Fähigkeit, wahrzunehmen, zu sein und sich zu regulieren. Wichtig: es gibt keine schnellen Lösungen. Es braucht Zeit, Beharrlichkeit, Mitgefühl, und – ganz wichtig – heilsame Erfahrungen.

Das „window of toleranz“ ist auch immer wieder Thema in meinen Seminaren. Überall dort, wo wir an  Grenzen stoßen, wo Irritation spürbar wird. Über einen tieferen Kontakt zu unserem Körper und seiner Fähigkeit wahrzunehmen, mit dem Fühlen zu sein, präsent verbunden über Atem, Bewegung und Stimme, können sich Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen und Selbstliebe entwickeln. Gemeinsam mit der Lust, dem Leben einen Sinn zu geben, das ureigene Potential zu leben, wachsen unsere Selbstregulationsmöglichkeiten und erweitern sich unsere Handlungsspielräume.

Unverzichtbar hierfür ist eine gewaltfreie Kommunikation, die eine wichtige Basis bildet, um sich angstfrei einlassen zu können. Verbunden mit dem riesigen Potential, dass in jeder Gruppe liegt, wo der/die Einzelne Verantwortung für sein/ihr Erleben zu übernehmen beginnt, passiert Heilung über Kontakt und Leidenschaft und es kann Neues entstehen.

Gerne begleite ich dich ein (weiteres?) Stück deines Weges.

Ich wünsche dir eine genussreiche Sommerwonnenzeit.


Unverschämt

– was verbindest Du mit diesem Wort?

Seit Jahren beschäftigt mich dieser spannenden Begriff. Jedes Jahr, wenn die Seminare zu diesem Thema näher rücken, forsche ich einmal mehr damit.

Un-ver-schämt….welche Gedanken tauchen diesmal auf?

Unvollkommen vollkommen. Oder – vielleicht – vollkommen unvollkommen?

Un-ver-schämt…

Würde. Mensch sein, menschlich. Demut?

Un-ver-schämt…

Freiheit. Atemraum. Spontanität. Kreativität. Lebendigkeit. Möglichkeiten. Kraft, aus dem Moment geboren…

Ver-schämt…

Wo vermeiden wir, wo unterbinden wir wertvolle, schöpferische Impulse von uns; drosseln unsere Lebendigkeit, unsere Spritzigkeit? Wo ist es uns zur Gewohnheit geworden, uns zu verstecken, unsichtbar zu sein, uns auszubremsen, uns zurückzuhalten? Wo tarnen und täuschen wir uns selbst  und andere, aus Angst vor Scham und Beschämung?

Un-ver-schämt

Bedeutet für mich das Abenteuer, sichtbar zu werden. Die pure Lust zu sein. Sichtbar, nicht in einer perfekten Choreographie. Sondern auch mit unseren Haken und Ösen, Ecken und Kanten. Sichtbar als Mensch, berührbar, vielschichtig, spielend, forschend, ringend, überraschend, einzigartig – liebenswert. Unvollkommen vollkommen.

Zwei Intensivseminare sind daraus entstanden – kraftvoll, tiefenwirksam und voller Freude – wie ihr Titel.

Unverschämt weiblich ein Seminar für Frauen

Unverschämt lebendig ein Seminar für Frauen, Männer und Paare.


Ein kleines Wort mit großer Wirkung: „zu“

Was bewirkt dieses kleine Wort aus zwei Buchstaben – „zu“?

Im Vergleich dazu: was ist anders bei Aussagen ohne „zu“? Laut, leise, dick, wenig, heiß, anstrengend….

Aussagen ohne das Wort „zu“ davor, ermöglichen mir Erfahrungen mit dem, was ist. Aus einem „zu“ wird ein „sein mit“. Es könnte spannend werden…

Anders dagegen die Folgen von „zu“. ZU macht zu, liefert einen Grund, sich gegen das zu stellen was mich in irgendeiner Weise herausfordert.

Je angespannter und gestresster ich bin, desto mehr „ZuS“ säumen meinen Weg. An meinen inneren Grenzen lauert meine Angst vor Kontrollverlust und Überforderung. Das „zu“ erlaubt mir, mich aus dem Spannungsfeld herauszubewegen, Irritationen aus dem Weg zu gehen. Entweder weg von dem Auslöser, oder über Versuche die aktuellen Situation zu verändern und/oder zu manipulieren, den nötigen Abstand zu bekommen.

Ein „zu“ bewirkt Trennung. Es verneint. Das „zu“ kann wie ein automatisches Nein wirken, ein Reflex, eine Gewohnheit, über das wir uns Möglichkeiten verbauen neue, überraschende Erfahrungen zu machen, und das verhindert, dass uns etwas nahe kommt, berührt und vielleicht verunsichern könnte.

Ein Lied zum Thema findest Du hier: YouTube: „Balbina – Das Kaputtgehen“

Und ja, je nach Situation ist das „zu“ sehr hilfreich und notwendig. Es geht nicht darum sich alles aufzuladen, auszuhalten und das „zu“ zu tabuisieren, es grundsätzlich zu verweigern, sodass letztendlich unser Körper über ein zu-viel durch Schmerzen und Erschöpfung, die Begrenzung übernimmt.

Doch manchmal…
Was wäre, wenn ich es wage in der ein oder anderen Situation ohne „zu“ zu sein? Ein „Ja“, ohne Handlungsbedarf, ohne Bewertung, forschend mit dem was ist, was sich verändert, Zeugin dessen, was ist und daraus entstehen will?

Sein damit.

Spannend für mich die Frage, was mich dabei unterstützt und herauszufinden worum es gerade geht.

Was unterstützt Dich?
Gerne lese ich von Dir.


Eine Geschichte

Sohn: „Papa, kann ich dich mal was fragen?“
Vater: „Klar, mein Junge. Was ist los?“
Sohn: „Papa, wie viel Geld verdienst du in der Stunde?”
Vater: „Nun, ich denke solche Dinge haben dich noch nicht zu interessieren. Warum fragst du so was?
Sohn: „Ich möchte es einfach nur wissen. Bitte bitte, sag mir, wie viel du in der Stunde verdienst.“
Vater: „Na gut, wenn du es unbedingt wissen möchtest: Ich verdiene 50 Euro in der Stunde.“
Sohn: „Oh.“ (Er senkt den Kopf)
Sohn: „Papa, kannst du mir vielleicht 25 Euro leihen?“
Vater: „(äußerst verärgert) So so! Deshalb fragst du also. Du willst dir Geld von mir leihen, um dir irgendein dämliches Spielzeug oder anderen Blödsinn zu kaufen. So nicht mein Freund. Marschier in dein Zimmer und ab ins Bett! Du solltest mal darüber nachdenken, wie egoistisch du eigentlich bist. Ich arbeite jeden Tag extrem hart und muss mir dann abends so dreiste Fragen anhören!“

Der kleine Junge geht still und leise in sein Zimmer und schließt die Tür.
Der Vater setzt sich erst mal hin, wird jedoch umso wütender, je mehr er über die Frage des Jungen nachdenkt.
„Wie durchtrieben mein Sohn nur ist! Stellt mir solche Fragen, nur um an Geld zu kommen!“

Über eine Stunde vergeht bis der Vater sich beruhigt hat und anfängt Nachzudenken.
„Vielleicht gibt es da wirklich etwas, dass mein Sohn dringend braucht. Er fragt sehr selten nach Geld. Eigentlich hat er noch nie gefragt. Vielleicht braucht er die 25 Euro tatsächlich. Vielleicht habe ich ihm Unrecht getan.“
Der Vater geht zum Zimmer des kleinen Jungen, öffnet die Tür und betritt das Zimmer.

Vater: „Schläfst du schon, Sohnemann?“
Sohn: „Nein, Papa, ich bin noch wach.“
Vater: „Schau mal, ich habe noch mal über alles nachgedacht. Vielleicht war ich tatsächlich ein bisschen zu streng zu dir. Es war ein langer Tag, eine Menge hat sich angestaut und du hast alles abbekommen. Hier sind die 25 Euro um die du mich gebeten hast. Es tut mir leid.“

Der kleine Junge lächelt.
Sohn: „Danke, Papi!”
Der kleine Junge greift unter sein Kopfkissen und holt ein paar weitere zerknitterte Euro-Scheine hervor. Der Vater sieht, dass der Junge unter seinem Kissen bereits Geld gebunkert hat und wird erneut wütend. Langsam und ruhig beginnt der kleine Junge das Geld zu zählen und schaut danach seinen Vater an.

Vater: „Warum zum Teufel fragst du nach Geld, wenn du schon welches hast?“
Sohn: „Weil ich noch nicht genug hatte. Jetzt aber reicht es!“
Sohn: “Papi, jetzt habe ich 50 Euro. Darf ich hierfür eine Stunde deiner Zeit kaufen? Bitte komme morgen früher von der Arbeit nach Hause. Ich möchte gerne mit dir zusammen Essen.“

……

Ich wünsche Dir Zeit für Dich und Deine Lieben.


Kalt erwischt

Jeder kennt Situationen wie diese: Gerade noch gut gelaunt und unbeschwert, genügt ein an sich harmloser Satz, eine Geste, eine Aktion oder auch ein Unterlassen deines Gegenübers, um deine Stimmung kippen zu lassen. Du spürst ein Grimmen im Unterbauch, das Lachen gefriert dir, du kannst dem Anderen nicht mehr in die Augen schauen, du verstummst. Oder du rastest aus, reagierst übermäßig schroff, wie ferngesteuert, nicht mehr du selbst. Was ist passiert?

Erinnerung geschieht über Resonanz

In Resonanz kann nur etwas mit uns gehen, was wir kennen. In unseren Zellen sind alte, unverarbeitete Verletzungen gespeichert. Erleben wir Situationen als überwältigend, liegt der Verdacht nahe, dass wir in Kontakt sind mit Verletzungen aus unserer frühen Kindheit, die wir mehr oder weniger erfolgreich verdrängt haben. Es ist unvermeidlich, dass wir in unserem Alltag und in unseren Beziehungen auf jene Gefühle von damals treffen. Zeit, uns zu erinnern.

Was schmerzt? Wo liegt der Ursprung unserer „Knöpfe“ (Trigger)?

Für Kinder ist es essentiell, als ein eigenes Wesen angenommen zu sein, Aufmerksamkeit und Liebe zu bekommen. Vorbehaltlose Liebe.

Das, was schmerzt, sind Erinnerungen an frühkindliche Erfahrungen, bei denen wir mit unseren Grundbedürfnissen missachtet wurden.

Solche Erfahrungen sind beispielsweise: nur unter Vorbehalt angenommen zu werden (wenn du…, dann….), zu viel, zu anstrengend zu sein, verraten und/oder alleingelassen, Grenzverletzungen, benutzt oder missbraucht, (physisch und/oder psychisch), wertlos oder unwichtig zu sein (keine Zeit: „siehst du nicht, das ich gerade zu tun habe….“), nicht gesehen, anerkannt und unterstützt zu werden, als das einzigartige Wesen, das man ist.

Dies sind Erfahrungen, die für Kinder extrem schmerzhaft sind und die Kinderseele, geschehen sie häufiger, nachhaltig verletzen. Kinder verinnerlichen solche Erfahrungen, schließen daraus, dass sie so, wie sie sind, nicht liebenswert sind und speichern dies als eine Grundüberzeugung tief in ihren Zellen ab. Damit entfremdet sich das Kind von sich selbst und fügt sich in die Wahrheiten von Außenstehenden ein.

Dabei muss uns klar sein, es ist ein sehr schmerzhafter Prozess für ein Kind, sich selbst und damit seine eigene Wahrheit, zu verlassen.

Das verletzte Kind in uns

Das Innere Kind ist nicht irgendein imaginäres Kind ist. Das Innere Kind bist du selbst, so wie du damals gefühlt, gedacht und die Welt gesehen hast. Als Kind sind Verdrängung und Abspaltung von überwältigenden Gefühlen und Schmerz pure Überlebensstrategie. Zu bedrohlich den Schmerz des Erlebten zu fühlen.

Eine Strategie, die wir als Erwachsene oft unbewusst weiter führen und einen hohen Preis dafür bezahlen. Was läuft ab?

Schutzmuster und deren Folgen

Werden die entsprechenden Knöpfe gedrückt, fühlen wir uns oftmals überwältigt von altem, längst verdrängtem Schmerz. Wir sind von der aktuellen Situation in einer Weise vereinnahmt, die dem Erleben und dem Leid des Kindes von damals entspricht.

Der Erwachsene in uns ist absorbiert von den Emotionen aus früher Zeit. Da gibt es Bedürfnisse, Recht zu haben und/oder gar Rache nehmen zu wollen, um den entstandenen Druck abzulassen.

Typische Reaktionsmuster des verletzten Inneren Kindes in uns sind: Angriff oder Flucht (Rückzug), oder die Energie wird „eingefroren“ in Schockzuständen, Verwirrung und/oder Starre. Wir projizieren, denken und analysieren, statt unsere Gefühle zuzulassen und sie zu uns zu nehmen.

Die Folgen sind Gefühlskälte, Isolation, Sucht in all ihren Formen (Arbeitssucht, Konsum, Alkohol, Beziehung, Sex usw.), die Unfähigkeit, Intimität zu leben.

Das Innere Kind, das unsere Zuwendung und Mitgefühl bräuchte, erfährt einmal mehr Ablehnung. Anstelle unserer Eltern haben nun wir diesen Part übernommen.

Wie kann Heilsames entstehen? Wie aus diesem Teufelskreis aussteigen?

Teddy_innere_KindZuwendung und der Mut zu spüren, schaffen Verbindungen wo Trennung geschah. Dabei geht es weniger um das Grübeln und Graben in alten Geschichten, sondern darum, bewusst und mitfühlend mit dem zu sein, was ist, wenn wir im Alltag „kalt erwischt“ , dem Schmerz begegnen – getriggert werden.

Sehr spürbar die Veränderung in unserem Fühlen, wenn wir uns hierfür Zeit nehmen. Eng damit verbunden entwickelt sich die Fähigkeit, verantwortungsvoll zu handeln, auch wenn deine Knöpfe gedrückt werden.

Ein ernsthaftes Interesse, dein Inneres Kind, dieses Wesen in dir kennenzulernen und eine liebevolle Beziehung mit ihm aufzubauen, verändert nachhaltig dein Leben und deine Beziehungen auf magische Weise.


Wenn Trostlosigkeit Trost findet

Viele von uns können nicht trösten. Warum? Einfache Antwort: Weil wir es nie gelernt haben. Weil wir selber nicht ernst genommen wurden, wenn wir in Leid und Schmerz echten Trost gebraucht hätten.

Das beginnt schon als Säugling, wenn irgendwann Schnuller oder Fläschchen echte Zuwendung ersetzen. Später dann kennt der Indianer keinen Schmerz oder es heißt einfach „Jetzt stell dich nicht so an.“ Und als Erwachsener haben wir dann bald gelernt, Gefühle und Emotionen vom Kopf her oder aber über eine Ersatzbefriedigung zu lösen. Der Mechanismus ist immer der gleiche: An die Stelle von echter Anteilnahme tritt ein rationaler oder materieller Ansatz (Konsum) mit dem Ziel, Schmerz und Leid möglichst schnell zu beenden. Wirklicher Trost aber wird den Betroffenen so nicht zuteil.

So wichtig und kostbar die Schulung des Geistes, Affirmationen und das Suchen und Finden von Ressourcen auch sind, so bleiben sie doch leere Hülsen, solange das Herz verschlossen ist.

  • Trost braucht Innehalten.
  • Trost braucht Empathie, als menschliche Gabe um sich auf den anderen einzuschwingen.
  • Trost braucht Zuwendung: „ich sehe deine Not, ich höre dich.“
  • Trost braucht Mitgefühl, Berührbarkeit – nicht zu verwechseln mit Mitleid, wo jemand mit leidet und sich das Erleben des anderen zu eigen macht.
  • Wahrer Trost achtet die Würde des Menschen, wahrt den Kontakt auf Augenhöhe.
  • Trost braucht Demut und die Bereitschaft des Tröstenden, ggf. die eigene Hilflosigkeit auszuhalten und mit dem zu sein, was ist.

Ganz in eigener Zeit kann Entspannung geschehen. Dort, wo es eben noch wirbelte, beruhigt sich das Nervensystem. Die Erfahrung bekommt einen Platz im eigenen Sein. Jetzt. Es wird friedlich. Stille breitet sich aus.

„Widerstand bringt Fortdauer, sein lassen löst auf“ Osho.

Manchmal braucht es für heilsame Erfahrungen dieser Art den sicheren Rahmen einer professionellen Begleitung. Auf zellulärer Ebene Trost zu erleben und sich damit spürbar gemeint zu fühlen macht möglich, einen liebevollen Umgang mit eigener und/oder fremder Not zu entwickeln.

Trösten lernen – ein essentieller Schritt für mehr Menschlichkeit.

 


Das Superego und seine Attacken

Jeder kennt sie. Situationen, in denen aus heiterem oder eher schon leicht bewölktem Himmel eine innere, destruktive Stimme uns vereinnahmt; und schachmatt setzt.

Im Vorfeld geschieht oft folgendes:

Wir haben uns aufgemacht (geöffnet) und gehen für Neues in unserem Leben. Beispiele hierfür sind:

  • Eine berufliche Neuorientierung.

  • Eine neue Bindung, die wir eingehen.

  • Eine von uns vollzogene Trennung.

  • Die Entscheidung zur Elternschaft.

Das Feuer für Veränderung brennt spürbar in uns. Beherzt gehen wir in eine neue Phase unseres Lebens. Wir sprühen vor Ideen, fühlen uns zuversichtlich, lebendig und kraftvoll.

Und dann, plötzlich…

kippt etwas in uns. Aus der anfänglichen Klarheit wird Verunsicherung. Vielleicht „hakelt“ es, der gewünschte Erfolg stellt sich (noch) nicht ein. Oder wir sind unerwartet schnell erfolgreich.

Vor kurzem noch voller Energie und Elan, fühlen wir uns plötzlich verzagt, bekommen Angst vor der eigenen Courage, beginnen zu zweifeln, werden zögerlich und kraftlos. Die Perspektive verändert sich, und der Weg, gerade noch leicht und klar, wird zum unwegsamen Gelände, voller Hindernisse, kaum zu schaffen. Ängste zu versagen, und jämmerlich zu scheitern, breiten sich in uns aus.

Ein innerer Kampf beginnt. In den inneren, endlosen Diskussionen, verleihen wir dem Superego zunehmend mehr Macht. Diskussionen mit dem Superego sind nicht zu gewinnen.

Wir brauchen immer mehr Kraft, um gegen die Gefühle von Ohnmacht, Verzweiflung und Resignation zu bestehen, mit denen wir uns zunehmend identifizieren. Das, worum es uns ursprünglich ging, fühlt sich immer unwirklicher an.

Was ist passiert? Was oder wer übt da so eine Macht auf uns aus?

Sigmund Freud gab dieser Macht ins uns einen Namen: Superego. Das Superego fungiert wie ein Richter in uns und stellt die Moral und das Gewissen des Menschen dar. Wir nehmen es als eine innere Stimme in uns wahr. Unbekanntes und Veränderungen sind nicht sein Ding. Es liebt Vertrautes, schätzt eher das Verharren in Altbekanntem, selbst wenn es leidvoll ist – dieses Leid ist wenigstens vertraut, fühlt sich kontrollierbar an. Wichtig: Dieser Anteil in uns will grundsätzlich nichts Böses. Wenn man gezielt mit ihm arbeitet (z. B. mit Voice Dialoque) kann man u. a. erfahren, dass er uns vor unberechenbaren Erfahrungen schützen möchte. Der Inbegriff von allem Neuen ist Unberechenbarkeit.

Um uns davor zu schützen, demontiert er unser Vorhaben successive mit negativen Botschaften, bis wir entweder aufgeben, oder….

Was gibt es zu lernen?

Die Kunst ist zu erkennen, wenn das Superego die Macht an sich gerissen hat. In dem Moment, in dem wir das realisieren, löst sich bereits die Identifizierung mit dieser Macht. Plötzlich gibt es wieder zwei. Dich und das Superego. Hier ist Selbstverantwortung und Selbstbestimmung gefordert.

Wichtig zu wissen: Wenn das Superego sich meldet, können wir mit großer Sicherheit davon ausgehen, dass wir auf einer heißen Fährte unserer persönlichen Entwicklung unterwegs sind.

Für mich gilt: „Schau ihm in die Augen, nimm deine wieder aufkeimende Würde wahr und weise das Superego in seine Schranken“.

Und dann: Schüttele dich, schüttele Unangenehmes ab, wie ein Hund das Wasser, schätze dich Wert und genieße die Zuversicht, die sich langsam wieder in dir ausbreitet.

Du hast nichts falsch gemacht

Als Menschen tragen wir das Bedürfnis, uns zu entwickeln, in uns. Das Superego ist ein Teil von uns, es gehört zum Menschsein dazu.

Je früher wir erkennen, dass wir es mit dem Superego zu tun haben, desto eher werden wir wieder handlungsfähig. Das ist schlicht und einfach Übungssache und bedeutet den Ausstieg aus dem Drama.

Mit jedem Mal, wo wir bewusst wieder das Ruder übernehmen, wächst eine Kraft in uns, die uns in unserem Selbstvertrauen bestärkt und das Superego zunehmend entspannen lässt. Im bewussten Umgang mit all dem reifen wir. Das, was uns an neuen Projekten am Herzen liegt, bekommt ein Fundament.


Berührbare Grenzen

Grenzen

Berühbar mit GrenzenGrenzen bieten Schutz und haben eine wichtige Funktion, um uns überhaupt für Kontakt öffnen zu können. Doch manchmal begrenzen wir uns mit Gewohnheiten, die in der Vergangenheit nützlich waren, doch aktuell eher hinderlich sind für das, wonach wir uns eigentlich sehnen.

Dazu ein persönliches Beispiel von mir.

Ein mir vertrauter Schutz ist Stolz. Stolz macht unberührbar, Stolz sorgt für Trennung und damit für Abstand, Stolz ermöglicht mir, meinen Fluchtimpulsen zu folgen. Ich bewege mich zwar äußerlich nicht von der Stelle, doch innerlich gehe ich weg. Dadurch werde ich für mein Gegenüber unerreichbar. Äußerlich kühl, bin ich innerlich in großer Not. Doch dies darf keiner merken, „zu gefährlich“, hat mein innerer Aufpasser in frühen Jahren gelernt. Ich mache dicht. Werde unberührbar. „Du nicht“ lautet der innere Schwur. Stolz als ein Versuch, die Situation zu kontrollieren und unangenehme Gefühle zu vermeiden. Stolz auch als ein Versuch, die eigene Sprachlosigkeit zu kaschieren, um nichts Falsches zu sagen, mir keine Blöße zu geben.

Was sind deine Schutzreaktionen in herausfordernden Situationen? Wie sorgst du für Abstand?

  • Findest du dich in dem Clown wieder, dem Alleinunterhalter, der stets einen flotten Spruch auf den Lippen hat?
  • Oder trägst du ein imaginäres Schild vor dir her, auf dem steht: keine Zeit, jetzt nicht. Ist Überforderung dein Abstandshalter?
  • Oder neigst du dazu in persönlichen Gesprächen zu referieren und/oder zu missionieren. Erklärst du den anderen die Welt und findest so Schutz vor Nähe und Berührbarkeit?
  • Oder sind deine Schutzstrategien Rückzug und Resignation, die dir zu einer persönlichen Gewohnheit geworden sind?
  • Bist du jemand, der in allem ein „zu“ findet? Zu schnell, zu laut, zu langweilig, zu leise, zu dick, zu dünn…, und dadurch die Latte so hoch legt, dass es unmöglich wird, dir als Mensch zu begegnen?
  • Ist Angriff dein Schutz, um nicht berührbar zu sein, oder Zynismus?
    Oder findest du dich immer wieder in der Rolle des Retters…
    oder in der Rolle des Opfers wieder?

Was steckt hinter einer solchen Reaktion?

Oft sind Erfahrungen aus unserer frühkindlichen Geschichte Ursache für verschiedenste Ängste. Verletzung und Schmerz (physischem oder psychischem), Überforderung, ausgeliefert sein und Beschämungen sind Beispiele, die mir hierzu einfallen. Um diese Erfahrungen nicht ein weiteres Mal über sich ergehen lassen zu müssen, entwickeln wir Schutzstrategien, die in Form von rigiden, unberührbaren Grenzen dafür sorgen sollen, dass wir die Kontrolle behalten und vermeintlich Unangenehmes in Zukunft vermeiden können.

Was ist die Konsequenz?

Über diese rigiden Grenzen verhindern wir nicht nur mögliche unangenehme Erfahrungen, sondern auch Situationen und Begebenheiten, in denen wir uns entwickeln und neue, heilsame Erfahrungen machen könnten. Wir sind wie verhaftet in alten Geschichten.

Wahrhaftiger, spontaner Kontakt fällt schwer, bzw. ist nicht möglich.

Überdruss und Lust auf mehr

Je älter ich werde, desto klarer wird mir, wie diese Schutzmechanismen Entwicklung hemmen und für Trennung sorgen. Trennung in mir und Trennung im außen. Zum Glück gibt es da auch Überdruss in mir als Antrieb, mir meine Verhaltensmuster mal genauer anzuschauen. Kombiniert mit meiner langsam wachsenden Zivilcourage werde ich dabei zunehmend mutig. Ich vertraue mir mehr, und auch meinen Gefühlen. Das ist eine fundamentale Entwicklung. Ich lerne, wie lebendig, spannend und befreiend es sich anfühlt, an meinen Grenzen neue Erfahrungen zu sammeln. Ganz in meiner Zeit und in der Dichte, die mir in der jeweiligen Situation gerade möglich ist.

Berührbarkeit

Mit „berührbar“ meine ich, Gefühle und Emotionen im Moment wahrnehmen zu lernen, mit ihnen zu sein, ihnen zu begegnen. Mit jedem Mal, wo ich das wage, wächst etwas sehr spürbar in mir. Und darauf bin ich wirklich stolz. Ich erkenne an, dass ich ein berührbares Wesen bin, mit vielen unterschiedlichen Gefühlen. Ich entdecke jenseits dessen, was ich gelernt habe, dass nichts davon falsch ist. Alles gehört zu mir. Da gibt es Freude, Schmerz, Angst, Trauer, Ärger, Überforderung, Lust, Wut u. v. m. Die Erfahrung, mit all dem sein zu können, und ja, es auch aushalten zu können, (so seltsam es klingen mag: scheinbar bedrohliche Situation zu überleben.) ist immer wieder tief berührend und bereichert mein Leben enorm.

Im Mitgefühl mit mir selber finde ich Worte für mich und mein Befinden. Ich entdecke Grenzen neu und – ja, ich ent-wickle mich. Meine Handlungsspielräume werden größer.

Das fühlt sich klar an, zart und kraftvoll zugleich. Und ich entdecke, dass ich dort, wo es klare Grenzen braucht, dank dieser inneren Verbundenheit viel weniger kämpfen muss und mich bei weitem besser positionieren kann, als ich es je konnte.

Mich entscheiden zu können, immer wieder berührbar an scheinbar festgefahrenen Grenzen zu sein, das ist ein echtes Abenteuer.
Berührbare Grenzen – ein wichtiges Fundament für wahrhaftige Begegnung. Sie bieten die Möglichkeit, Trennung und Isolation in Kontakt und Leidenschaft zu wandeln.


Die Magie der Frauenseminare

Bild: Die Magie der FrauenseminareIn unserer Prägung haben viele von uns gelernt, unsere Weiblichkeit aus der Sicht des Männlichen (beginnend beim eigenen Vater) zu definieren und sich über Männer zu bestätigen. Die Medien verleiten uns, den Fokus im Außen zu halten und schaffen Abhängigkeiten (wie eine „moderne“ Frau zu sein hat), die unsere Verbindung zu unserem ureigenen Wesen verhindern und uns schwächen.

Nicht immer ist der Weg leicht zu den Frauen, vielfach gibt es Unsicherheit. Geraten doch der Anker „Mann“ und die gewohnte Bezogenheit auf das Gegengeschlecht erst mal in den Hintergrund.

Sicher jedoch ist:
Das Weibliche nährt sich aus dem Weiblichen und erkennt sich in dem weiblichen Gegenüber.
Wir Frauen lehren und lernen uns, was es heißen könnte ein sinnliches, selbstbestimmtes und erfülltes Leben als Frau zu leben. Eine Frau, die mit sich verbunden und genährt ist, trägt ein essentielles Fundament in sich, um sich wahrhaftig auf das Abenteuer einer Partnerschaft einlassen zu können – auf Augenhöhe (und Herzhöhe), für Intimität, Liebe und Leidenschaft.

Wenn du Lust hast, der Frau in dir näher zu kommen und dich in deiner Weiblichkeit mehr zu verwurzeln, dann nimm deinen Platz ein im magischen Kreis der Frauen, Gefährtinnen und Schwestern. Du bist von Herzen willkommen, mit und ohne Vorerfahrung, gleich-gültig welchen Alters – willkommen, mit all‘ dem, was dich und dein Leben gerade ausmacht.

Frauenseminare sind Erfahrungsräume wo du Unterstützung erfährst, den Kontakt zu der Frau in dir zu entwickeln, die in dir auf dich wartet. Einzigartig, vielfältig, natürlich, selbstbewusst, weise, selbstverständlich, sinnlich, sexuell, im eigenen Körper zuhause und in Leidenschaft verbunden mit der Fülle in deinem Sein als Frau.

Hier findest Du meine Seminare für Frauen.


Freude, Lust und dein inneres Kind

~  Lebe ~

Lass Dich fallen

Lerne Schlangen zu beobachten

Pflanze unmögliche Gärten

Lade jemanden Gefährlichen zum Tee ein

Mache kleine Gesten

Werde ein Freund von Freiheit und Unsicherheit

Freue Dich auf Träume

Weine bei Kinofilmen

Schaukel so hoch Du kannst

Tue Dinge aus Liebe

Mach eine Menge Nickerchen

Gib Geld weiter

Glaube an Zauberei

Lach eine Menge

Nimm Kinder ernst

Bade im Mondlicht

Lies jeden Tag

Stell Dir vor Du wärst verzaubert

Hör alten Leuten zu

Freue Dich

Lass die Angst fallen

Unterhalte das Kind in Dir

Umarme Bäume

Schreibe Briefe

Lebe

J. Beuys


Lieber Mensch v. Courtney A. Walsh

Ein Text der mich berührt und innerlich bewegt, zu mal ich mir immer wieder mal die Frage stelle, was ist wahre Liebe? Kann ich lieben? Da gibt es Vorstellungen, Erwartungen an mich von mir und dieser Text unterstützt mich darin, einfach Mensch zu sein. Worte haben Kraft – in vielerlei Hinsicht. Danke Courtney A. Walsh.

Lieber Mensch,
du hast es missverstanden!
Du bist nicht hier, damit Dir bedingungslose Liebe gelingt.
Die ist dort, woher Du kamst und wohin Du gehen wirst.
Du bist hier, um menschliche Liebe zu lernen.
Allumfassende Liebe. Schmuddelige Liebe. Schwitzige Liebe.
Verrückte Liebe. Gebrochene Liebe. Ungeteilte Liebe.
Durchtränkt vom Göttlichen.
Lebendig durch die Anmut des Stolperns.
Offenbart durch die Schönheit des … Scheiterns. Und das oft.
Du bist nicht auf die Welt gekommen, um perfekt zu werden.
Du bist es schon.
Du bist hier, um herrlich menschlich zu sein.
Fehlerhaft und fantastisch.
Und um im Erinnern wieder aufzuerstehen.
Aber bedingungslose Liebe? Erzähl mir nichts davon.
Denn wahre Liebe kommt ohne Adjektive aus.
Sie braucht keine näheren Bestimmungen.
Sie braucht keine perfekten Umstände.
Sie bittet Dich nur, dass Du kommst. Und Dein Bestes gibst.
Dass Du im Hier und Jetzt ganz da bist.
Dass Du leuchtest und fliegst und lachst und weinst
und verwundest und heilst und fällst und wieder aufstehst
und spielst und machst und tust und lebst und stirbst als unverwechselbares
DU.
Das genügt. Und das ist viel.
Courtney A. Walsh

 Mit Hilfe dieses Links kannst du das englische Original finden.


Von der Erlaubnis, lieben zu lernen

Bild: Das Umfließen der HindernisseVon der Erlaubnis, Lieben zu lernen

Ich habe vor Jahren das Buch „Die Insel der Linkshänder“ von Alexandre Jardin gelesen. Ein Roman, in dessen Handlung der Protagonist spürt, dass die einst so leidenschaftliche Liebe zu seiner Frau an alltäglicher Banalität zu zerbrechen droht. Da erfährt er von einer Insel, der Insel der Linkshänder, einem Ort, an dem das Leben der Liebe untergeordnet ist, wodurch völlig neue Blickwinkel möglich werden als Basis für eine lebendige Liebesbeziehung. Gemeinsam mit seiner Frau macht er sich auf den Weg dorthin.

Das Buch ist für mich ein Gleichnis für die Möglichkeit, die tantrische Erfahrungsräume bieten. Als eine Frau, die seit über 15 Jahren auf dem tantrischen Entwicklungs- und Wachstumsweg unterwegs ist, nehme ich jetzt ein weiteres Gleichnis – Yoga (hier könnte z.B. auch Joggen stehen) – wohl wissend, dass ich dabei den Aspekt des Kontakts mit anderen Männern und Frauen außen vor lasse. Und, jede große Reise beginnt und endet bei uns selbst.

Was haben tantrische Erfahrungsräume und eine regelmäßige Yoga-Praxis gemeinsam?

Tantra im Alltag. Für mich ist das Abenteuer an alltäglichen Dingen meine innere Haltung. Wie kann das was ich tue mühelos gehen? Was unterstützt meine Lust und Begeisterung? Wo sind sie überhaupt, meine Lust, meine Begeisterung?

Spannend, mir Zeit zu nehmen, um bewusst zu lauschen was ist, meine achtsames bewusstes Ich zu schulen, meine Leidenschaft für meine persönliche Ent-wicklung zu leben, lernen dürfen. Die Wirksamkeit von einem JA in mir zu spüren, die Kraft meines Widerstandes, mein NEIN, mein VIELLEICHT….

Warum praktiziere ich überhaupt Yoga. Ich könnte ja auch einfach eine Stunde länger schlafen…, oder mich einmal mehr von meinem Smartphone absorbieren lassen.

Da ist der Wunsch nach Verbundenheit und Zentrierung. Dann gibt es den Wunsch, mich in meinem Körper zu spüren, den Wunsch „nach mir zu schauen“. (Kontakt).

Ein weiteres Anliegen ist mir, meinen Körper zu formen, um mich auch in zunehmendem Alter attraktiv zu fühlen. Der Wunsch nach Geschmeidigkeit und Flexibilität.

Abhängig von meiner Tagesform fühlt sich mein Yoga mal nüchtern an, mal mühsam und zäh. Zu anderen Zeiten erlebe ich mich dabei voller Dankbarkeit, lustvoll leicht und mühelos, ganz im Frieden und verbunden mit mir und dem was ich gerade praktiziere.

Oft ist meine Kriegerin gefragt, die mich unterstützt dran zu bleiben, meistens gilt es mein Kopfkino wahrzunehmen und vorbeiziehen zu lassen, liebevoll, ohne mich zu verurteilen. Beständig ist die Veränderung. Wahrnehmen, was ist, mich darauf einzulassen und mitzuschwingen – meine tägliche Herausforderung. Und dabei den Fokus nicht aus den Augen verlieren.

Kostbar die Momente, wo die Zeit plötzlich still zu stehen scheint. Kurze magische Momente, wo mich was berührt. Mein Sein. Ich. In Zärtlichkeit, liebevoll und verbunden. Jetzt.

Kontakt und Leidenschaft

All dies ist für mich auch Inhalt eines tantrischen Erfahrungsraumes. Da ist Sehnsucht nach Kontakt und Verbundenheit, die mich in solche Erfahrungsräume eintauchen lässt. Da ist mein Wunsch nach Vervollkommnung, nach Einklang, das Schwingen mit all‘ dem, wie es sich gerade in und um mich gestaltet. Meine Leidenschaft, Momente mit Bewusstsein zu durchdringen. Da kann ein JA spürbar werden oder auch Widerstand, ein Nein. Da gibt es Momente, wo ich dogmatisch und eng bin, blockiert von Vorstellungen und Erwartungen genauso wie Momente, wo ich mich plötzlich öffnen kann, Neues entdecke, mich ausdehne, genieße, mitfließe und spüre, ich bin gut aufgehoben in diesem Moment, in diesem Leben. Verbunden. Leicht und selbstverständlich.

Die Erlaubnis, lieben zu lernen

Liebe beginnt für mich dort, wo mich Erfahrungen und Begegnungen berühren dürfen. Auch Erschütterung kann eine Form der Liebe sein. Eine Auseinandersetzung jenseits der Banalität. Was für mich dabei wichtig scheint: langsam zu werden. Ungewohntes zuzulassen, einzutauchen, Atemzug für Atemzug, was auch immer an Dynamik daraus entstehen mag.

Linkshändisch eben“, der Liebe und der Leidenschaft gewidmet.

Sabine Schröder Seminare – für dein Leben in Kontakt und Leidenschaft.


Tantra: der Versuch einer persönlichen begrifflichen Annäherung

TantraMein Erstkontakt mit dem Begriff Tantra liegt nunmehr 15 Jahre zurück. Da war so eine Ahnung in mir und Lust auf mehr, die mich auf diesen Weg gebracht haben. Der Fokus lag dabei damals auf meiner Sexualität, die ich gerne in der Tiefe kennenlernen und erleben wollte. Mit dieser Ausrichtung bin ich auf mein erstes Tantra-Seminar gefahren.

Und ja, dieses erste Seminar war der Initialfunke einer neuen Ausrichtung in meinem Leben. Seither bin ich auf diesem Weg, der bei weitem mehr für mich umfasst, als die Sexualität oder besser gesagt das, was ich bis dato darunter verstand.

Für mich trifft die Aussage Tantra, ein spiritueller Entwicklungs- und Wachstumsweg am ehesten das, was mich dabei berührt. Nun könnte man sagen, solche Wege gibt es vielerlei.

Das besondere an Tantra ist für mich , dass es neben der Geistesschulung (zur inneren Haltung) auch um den bewussten Umgang mit dem Körper und seiner Wahrnehmungsfähigkeit, seinen Energien, Herzheilung und um die Enttabuisierung und das Erforschen eines natürlichen Umganges mit Sexualität geht.

Was mich seither fasziniert, meine Leidenschaft fordert und fördert ist, mich für die Kraft und Magie des Moments zu öffnen mit all‘ ihren Facetten. Ob bei der Arbeit, beim Sex, in Begegnungen usw. In jedem Moment wirken Kraft und Magie, spürbar im eigenen Körper. Die Magie im Tantra als die Fähigkeit, sich auf das „jetzt“ einzustimmen und über den eigenen Resonanzkörper (bestehend aus Sinnen, Körper, Gefühlen, Intellekt usw.) die Welt real wahrzunehmen, mit ihr zu schwingen und spontan mit ihr agieren zu können. Für mich ist das ein großes Übungsfeld, eine tagtägliche Herausforderung.

Es geht dabei nicht um Verbissenheit, sondern um Beharrlichkeit, Entspannung, Feinfühligkeit, Durchlässigkeit und Beweglichkeit. Kontakt und Hingabe. Es geht um eine grundlegende Berührbarkeit und ein Mitschwingen vom Herzen aus. Um Präsenz als sinnliches Wesen, verbunden, spirituell und dabei ganz bodenständig hier auf dieser Erde.

Wie leicht ist es in Momenten von Glück und Harmonie mitzufließen. Anders schaut es aus, wenn es gerade nicht rund läuft, wenn sich alles hakelig, schwierig, eng und rau anfühlt. Wenn wir uns vom Leben oder Teilen davon überfordert, genervt und abgelehnt fühlen. In diesen Momenten durchlässig zu bleiben, präsent, freundlich mit sich zu sein. Auch dann mitzufließen, wenn Widerstand unser erster Reflex ist – auf Augenhöhe mit dem Moment. Die Fähigkeit zu entwickeln innerlich beweglich, anstatt starr zu werden, das ist für mich die hohe Schule des Tantra.

So entstand aus meinem Wissen wollen, der Entscheidung Lernende zu sein, aus meiner Lust und meiner Leidenschaft heraus mein berufliches Wirkungsfeld. Seminare und Einzelbegleitung biete ich mit dieser inneren Ausrichtung als Entwicklungs- Heil- und Wachstumsräume an. Möge diese Leidenschaft zum Wohle des großen Ganzen beitragen.

Sabine Schröder Seminare – für dein Leben in Kontakt und Leidenschaft.


Vom Prozess des Erwachsenwerdens

Folgendes habe ich in dem Buch „Sexappeal – Erotik und Sexualität aus bioenergetischer Sicht“ (A. u. D. Rank)

entdeckt:

 

Vom Prozess des Erwachsenwerdens

Drei Befindlichkeiten

1.Frust und Frustrationstoleranz: Wer mich frustriert ist nicht mein Gegner, sondern mein Gegenüber, das zur Auseinandersetzung einlädt. Mein Gegenüber hat das Recht mich zu frustrieren, bei aller Freundschaft.

 

2. Leiden und Leidenschaft: Verwandlung von der Abwehrposition: „Nein, das darf nicht sein“ in Akzeptanz: „Ja, so ist es.“

 

3. Schmerz:  Der Schmerz führt uns über die Sehnsucht, die nach Weite und Freiheit trachtet zum erlösenden Gefühl zurück. Wie eine Zündschnur hat der Schmerz eine direkte Verbindung zur Lebendigkeit. Schmerz kann einiges entfachen.
(Mit freundlicher Genehmigung von Dietlinde Rank.)


Scham, die dein Leben begrenzt

SCHAM…

Jeder kennt sie, keiner kommt an ihr vorbei und ich vermute mal, die wenigsten schätzen sie. Bringt Scham uns doch in Kontakt mit unangenehmen bis schmerzhaften Gefühlen von: mangelhaft sein, sich unzureichend fühlen, zu viel, zu wenig, zu langweilig zu sein, und löst das dringende Bedürfnis in uns aus, verschwinden zu wollen, unsichtbar zu werden.
Sehr körperlich läuft dieser Prozess in uns ab und nimmt uns als Ganzes ein. Mehr als e i n Grund, diesen Zustand zu vermeiden…

Wir tun bzw. unterlassen unbewusst vieles, um nicht in diesen Zustand zu kommen. Je unbewusster wir mit diesem Thema umgehen, desto automatischer sind die Reaktionen. Reflexhaft wird der spontane Selbstausdruck gedrosselt. Ein hoher Preis.

Doch auch Schamlosigkeit ist keine Lösung

Die Scham hat eine wichtige Funktion. Die gesunde Scham, ist ein Gefühl, das zur wahren Menschlichkeit gehört. Es zeigt uns, dass wir Grenzen haben und nicht allmächtig sind. Es warnt uns in Situationen, die uns auf schädigende Art überwältigen könnten und denen wir uns nicht aussetzen sollten.

Die gesunde Scham zeigt uns, dass wir andere brauchen, dass wir soziale Wesen sind. Sie ist eine Grundlage für Demut und Spiritualität und eine Quelle für elektrisierende Lebendigkeit.

Anders verhält sich das mit der toxischen, vergiftenden Scham.
Hierbei identifiziert man sich mit der Scham. Wie eine Infusion tropft kontinuierlich dieses „Gift“ in unser System und suggeriert uns, minderwertig und fehlerhaft zu sein.

Diese toxische Scham ist unerträglich, und als Schutz davor entwickelt Mensch ein anderes Selbst, legt sich eine Rolle/Maske zu, damit die Scham nicht mehr spürbar ist.

Die toxische Scham ist kein Gefühl mehr, das Grenzen zeigt, sondern ein Seinszustand, der unsere Seele betrifft. Es wird uns ein Gefühl von Wertlosigkeit vermittelt. Wir erleben einen Bruch von unserem wahren Selbst.

Als falsches Selbst hört man auf zu existieren. Man versucht entweder mehr als ein Mensch zu sein oder weniger. Das Leben wird von dem Zustand des sich beständig Verstecken müssen und Verheimlichen geprägt, nicht zuletzt vor unserem eigenen, wahren Selbst. Das ist anstrengend und deprimierend, weil man unbewusst über das verlorene Selbst trauert und ein Gefühl der Hoffnungslosigkeit nährt.

Die Scham hält uns davon ab, unsere eigene Geschichte zu erzählen, behindert oder verhindert unsere natürliche Spontanität. Sichtbar zu sein, so wie wir eben sind, menschlich, unvollkommen mit dem wie wir denken und fühlen. Über die Angst vor Ablehnung hält die Scham uns davon ab, unsere eigene Art zu leben und auszudrücken. Wir verstummen, behalten unsere Geheimnisse sicherheitshalber für uns – ‚entziehen‘ uns dem Kontakt im Außen.

Der Preis ist hierfür ist ein Gefühl von getrennt Sein und Isolation. Leichtigkeit im Kontakt und spielerische Begegnungen werden scheinbar unmöglich.

„Scham beraubt uns der Klarheit, die wir brauchen, um uns den Unsicherheiten des Lebens zu stellen. Sie nimmt uns die Fähigkeit, uns mutig, kreativ, mit voller Kraft und überfließender Freude auf das Leben einzulassen.“ (T. Trobe, aus dem Buch: Liebeskummer lohnt sich doch).

Wege aus der Scham

Scham und geringes Selbstwertgefühl lassen sich nicht mit dem Verstand allein verbessern. Zur „Heilung“ bedarf es neuer heilsamer Erfahrungen und Erlebnisse.

  • die Wertschätzung der eigenen Person und des eigenen Erlebens durch andere Menschen („Ansehen genießen“). Dabei gilt es, sich selbst wertschätzen zu lernen – mit allem, den hellen Anteilen und der eigenen Unvollkommenheit, den „schattigeren“ Anteilen.
  • die Erfahrung, Gefühlszustände mit anderen zu teilen und Mitgefühl erfahren. Dies hilft, wieder Vertrauen in das eigene Wahrnehmungsvermögen und in Beziehungen zu entwickeln.
  • positive Erlebnisse: Indem wir es wagen neue Erfahrungen zu machen und dabei erleben, wie es sich anfühlt gesehen zu werden, ohne beschämt zu werden – willkommen, mit dem eigenen „so Sein“. Mensch unter Menschen.
  • Sensibel zu werden, wo Beschämung geschieht und dieser ein entschiedenes „Stopp“ entgegen zu setzen.
  • Erlebnisse und Erfahrungen, bei denen man sich als „wirksam“ erlebt, jenseits von eingefleischten Ohnmachtgefühlen.
  • das Erlernen von Techniken, wie man sich Rückmeldungen (Feedbacks) einholt, statt zu phantasieren, was andere über einen denken könnten.
  • Eine Normalisierung unerreichbar hoher Ideale und Perfektionsansprüche die Scham auslösen.
  • die Erfahrung, Frustrationen (Enttäuschungen) bewältigen zu können, ohne das die Welt zusammenbricht und man sofort von Hoffnungslosigkeit und Resignation überwältigt in einen Zustand von Lebensmüdigkeit verfällt.

In meinen Seminargruppen sorge ich gemeinsam mit meinem Team für einen Schutzraum, in dem auf achtsame und bewusste Art mit diesem Thema geforscht werden kann. Wachsendes Selbstbewusstsein hilft uns Selbstsicherer zu werden und ist der Boden, auf dem sich das eigene Leben entfalten kann. Vielfältig, bunt und EigenArtig, wie wir dem Himmel sei Dank, alle sind.

Seminare zum Thema sind:

Unverschämt weiblich (für Frauen) vom 13.-16. Juli 2017 Link zur Seminarbeschreibung

Unverschämt lebendig (für Frauen, Männer, Singles und Paare) vom 30. Sept.-3. Oktober 2017 Link zur Seminarbeschreibung


Kategorien

Suche