Alle Beiträge von Sabine Schröder

Kontakt und Körper-Ressourcen

Hallo Du!

Ich habe vor ein paar Tagen eine – im Sinne des Wortes, spannende Entdeckung gemacht. Meine hilfreiche Lehrerin, die dies ermöglicht hast war – wieder einmal – mein Körper.

Zunehmend plagt mich die aktuelle Situation. Wie vermutlich viele von uns komme ich in Kontakt mit Ohnmacht, die Angst in mir auslöst, Wut, Traurigkeit und Schmerz. Es gibt Phasen, in denen ich mich fühle, als würde kein Stein mehr auf dem anderen sitzen – und vermutlich ist es auch so.

In letzter Zeit fühlte ich mich zunehmend erschöpft. Meine Muskeln taten mir weh, der Kopf schmerzte, voll von verstörenden Gedanken. Ich versuchte mich auszuruhen, bekochte mich mit wertvoller Nahrung, bereitete mir Leber-Wickel, ging hinaus in die Natur und fühlte mich trotz alle dem gefangen und blockiert – getrennt von meiner Quelle.

Ein nährendes Telefongespräch mit einer von Herzen zugewandten Freundin konnte mich in meiner Befangenheit berühren. (Polyvagal Theorie – die regulierende Kraft sozialer Kontakte). Ich schlief tief in der folgenden Nacht und hatte am nächsten Morgen erstmalig wieder den Impuls mich meiner morgendlichen Körperpraxis zuzuwenden.

Und jetzt kommt das, was ich mit dir eigentlich teilen möchte:

Als ich mit meiner Körperpraxis begann, war ich so steif, wie schon lange nicht mehr. Ich konnte erkennen, wie mein Körper über die aktuelle Situation in einer Schutzreaktion – der Erstarrung (Polyvagal-Theorie) gelandet war. Und mir wurde bewusst, wie ich trotz dieser Erstarrung in den letzten Tagen (vermutlich auch schon Wochen) versuchte weiter zu funktionieren, was mir verständlicherweise viel Kraft gekostet hat.

In meiner Körperpraxis fing ich an mich sanft in einem sicheren Bewegungsraum hineinzufinden. Behutsam, freundlich und mir zugewandt. Ganz allmählich wich die Starre und mein Körper wurde wieder durchlässiger, die Bewegungen weicher und größer. UND – mein Allgemeinbefinden veränderte sich innerhalb kurzer Zeit so zum Positiven, dass mir voller Überraschung und Dankbarkeit Tränen der Erleichterung kamen.

All die Spaziergänge in der Natur, das Zulassen meiner Gefühle, die Versuche mich damit zu entspannen, die Gespräche, die kultivierten Ruhephasen, die warmen Duschen und Wickel konnten mir da alleine nicht raus helfen….

Aus dieser Erfahrung heraus möchte ich dich ermutigen, gerade in dieser Zeit, eine regelmäßige Körperpraxis zu pflegen.

Meine Idee dazu ist, einmal wöchentlich ein gemeinsames Treffen per Zoom anzubieten, um dir die Möglichkeit zu geben, mit Hilfe dieser Inspiration selbstständig unter der Woche weiter praktizieren zu können.

Neben der Inspiration zur Körperpraxis, hat die Erfahrung der Körperseelenzeit am Freitagabend erstaunlicherweise gezeigt, dass die Teilnehmenden trotz Zoom einen *gemeinsamen* Raum erleben und die Anwesenheit der anderen/die Gruppe als Ressource wahrnehmen und schätzen. Und das, obwohl jede*r in seine/ihre eigene Körperseelenzeit an einem anderen Ort eintaucht und oft hunderte Kilometer zwischen uns sind.

All dies hat mich dazu bewogen mein Online-Angebot – für manche auch unter dem geflügelten Begriff: „Sabine für Zuhause“ bekannt, ab sofort auf ein weiteres Angebot auszudehnen:

Sonntags um 9 Uhr – Die Körperseelenzeit „fit“.

Du bist herzlich eingeladen mit dabei zu sein.

Um dir rechtzeitig die Zugangsdaten zusenden zu können, bitte ich deine erstmalige Anmeldung am Vorabend bis 22 Uhr an mich geschickt zu haben. Bist du einmal in dem Körperseelenzeit-Verteiler für sonntags, erhältst du automatisch die Info zur nächsten Körperseelenzeit.

Ich werde mich (wie bereits zu Teilen in der Körperseelenzeit am Freitag Abend), unter anderem auf Grundlage der Polyvagal-Theorie für diese Körperseelenzeit vorbereiten.
Im Fokus dieser Körperseelenzeit „fit“ liegt dabei nicht nur der lösende, entspannende Aspekt, sondern auch stärkende Sequenzen, die Teil dieses Online-Angebots von mir sein werden.

Das Ziel hierbei ist, ausgleichend auf das autonome Nervensystem zu wirken:

  • Für Kraft, Stabilität und Zentrierung, verbunden mit Geschmeidigkeit – jenseits von Erstarrung.
  • Für ein beheimatet und verankert sein im eigenen Körper, über ein wohliges Körpererleben.
  • Für einen gemeinsamen, guten Start in den Sonntag. 

Solltest du mehr über den Hintergrund der Polyvagal-Theorie wissen wollen, empfehle ich das Buch von Stephen W. Porges: Die Polyvagal-Theorie und die Suche nach Sicherheit und Bindung von uns Menschen als soziale Wesen.

Mögen wir immer wieder hilfreiche Ressourcen erinnern, finden und daraus erwachsen, in Zeiten der Veränderung.

Gerne begleite ich dich ein (weiteres) Stück deines Weges.

Für (d)ein Leben in Kontakt und Leidenschaft.

Herzliche Grüße

SAbine

Körperseelenzeit „fit“

Für einen guten Start in den Sonntag

Der Fokus der Körperseelenzeit „fit“ liegt darauf körperliche Erstarrung, die über Stress und Ängste ausgelöst wird, über das Erlernen und praktizieren einer mitfühlenden Körperpraxis positiv zu beeinflussen.

Im Zentrum liegt dabei nicht nur der lösende, entspannende Aspekt, sondern auch stärkende Sequenzen werden Teil dieser Körperseelenzeit „fit“ sein. Ziel ist, ausgleichend auf das autonome Nervensystem zu wirken.

  • Für eine Stabilität in sich, jenseits der Erstarrung.
  • Für ein beheimatet und verankert sein im eigenen Körper.
  • Für einen gemeinsamen, guten Start in den Sonntag. 

Du bist herzlich willkommen.

Ein Experiment: Wertschätzung und Schenkökonomie
Du entscheidest am Ende eigenverantwortlich, wieviel du überweist. Damit lade ich dich in einen ungewöhnlichen und selbstverantwortlichen Erfahrungsraum ein zu den Themen Wertschätzung und Geld. 

Anmeldung:
Per E-Mail an: info@sabine-schroeder-seminare.de
Die Anmeldung ist bis spätestens Samstag 22 Uhr möglich.

Die Termine können einzeln gebucht werden.

Dauer: ca. 1+ Stunde

Wichtig zu wissen: Egal, wann du dich angemeldet hast, die Zugangsdaten verschicke ich per E-Mail am Samstag, vor dem jeweiligen Termin.

Ergänzend dazu möchte ich dich zu dem thematisch damit in Zusammenhang stehenden Dezember-Newsletter: Kontakt und Ressource Körper, verweisen. Du findest ihn hier: https://sabine-schroeder-seminare.de/newsletter/

Bedürfnisse und Wutkraft

Hallo Du,

kennst du das? Du bemerkst einen Wunsch – ein Bedürfnis in dir, bringst ihn in Ausdruck und wenn dein Gegenüber gerade nicht dazu bereit ist dir diesen Wunsch zu erfüllen, bricht eine kleine Welt in dir zusammen und der innere Kampf beginnt…

Möglicherweise kommst du in Kontakt mit dem Gefühl: Scham. Vielleicht, weil du in der Vergangenheit erfahren hast, dass deine Bedürfnisse nicht okay sind? Vielleicht, weil du in einem Umfeld aufgewachsen bist, wo die Bedürfnisse deiner Bezugspersonen im Vordergrund standen und es keine freien Kapazitäten mehr gab für dich und deine Bedürfnisse? Und vielleicht hast du daraus den Schluss gezogen, dass deine Bedürfnisse nicht wichtig sind.

Vielleicht hast du dann irgendwann entschieden, zukünftig alles selber zu machen, deine (scheinbare) Unabhängigkeit/Autonomie zu kultivieren, um dich möglichst nie mehr so ausgeliefert zu fühlen und den damit im Zusammenhang stehenden Schmerz zu vermeiden? Vielleicht folgte aus all dem ein innerer Schwur: „Nie wieder!“, da der Schmerz damals so unerträglich war und deine Welt zum einstürzen bringen konnte…

Vielleicht ist in all dem bei dir gelandet: „Ich bin nicht okay!“ und dieser Satz wirkt als toxische Scham seither in dir, immer dann, wenn es darum gehen könnte, Bedürfnisse wahrzunehmen und in Beziehung zu bringen…

Sollten wir nun mit dieser Vorgeschichte trotzdem mal wagen ein Bedürfnis zu äußern, gibt es wenig Handlungs- und Reaktionsspielraum für unser Gegenüber, denn wenn wir uns unserer inneren Verletzung und der damit verbundenen Not nicht bewusst sind, neigen wir dazu, über Manipulation unser Gegenüber in einen Erwartungsdruck zu bringen – und das Drama nimmt seinen Lauf.

Was gibt es zu lernen?

  • Anzuerkennen, dass es da eine Verunsicherung gibt.
  • Mitgefühl und Selbstliebe entwickeln. Wohlwollende, emphatische Zugewandheit für sich selbst.
  • Lernen die Verantwortung im Hier und Jetzt zu übernehmen, was heißen könnte, nicht das Gegenüber verantwortlich zu machen und sich Zeit zu nehmen um sich selbst zu regulieren.
  • Üben, die eigenen Bedürfnisse zu würdigen. Immer und immer wieder. Oder anders gesagt: Den eigenen Bedürfnissen ihre Würde zurück zu geben.
  • Zu üben, Bedürfnisse wahrzunehmen und auszudrücken, unabhängig davon, ob sie von meinem Gegenüber erfüllt werden können oder nicht.
  • Risikobereitschaft bei Zunahme der Selbstregulationsmöglichkeiten. (Resilienz).

Was braucht es dazu?

Es braucht eine innere Bereitschaft zur Veränderung. Und diese braucht WUTENERGIE.

Vielleicht wunderst du dich jetzt, warum ausgerechnet Wutenergie?

Wut ist die Kraft in uns, die Entwicklung und Veränderung möglich macht, wenn sie konstruktiv eingesetzt wird. Raus aus dem niederen Drama: Opfer, Täter*in, Retter*in, hinein in die Selbstermächtigung und Eigenverantwortung um notwendige Heilschritte zu machen. Es braucht Wutkraft, um aus destruktiven, sich selbst limitierenden Gewohnheiten auszusteigen.

Wutkraft, die nicht gegen etwas gerichtet, sondern für – in diesem Beispiel, für die Würdigung der eigenen Bedürfnisse, genutzt wird.

Das nächste Seminar zum Thema:
Wut – eine Herzensangelegenheit!
findet vom
18.-21. November 2021 in der Schweiz statt.
Es sind kurzfristig wieder zwei Plätze frei geworden. Solltest du einen Ruf verspüren dieses wichtige Thema in dir zu bewegen, dann sei herzlich willkommen.

Gerne begleite ich dich ein (weiteres) Stück deines Weges.

Herzensgrüße

SAbine

Was es ist…

Es ist Unsinn
sagt die Vernunft.
Es ist was es ist
sagt die Liebe.

Es ist Unglück
sagt die Berechnung.
Es ist nichts als Schmerz
sagt die Angst.
Es ist aussichtslos
sagt die Einsicht.
Es ist was es ist
sagt die Liebe.

Es ist lächerlich
sagt der Stolz.
Es ist leichtsinnig
sagt die Vorsicht.
Es ist unmöglich
sagt die Erfahrung.
Es ist was es ist
sagt die Liebe.

Erich Fried

Teilnehmerinnenstimmen zur Schossraumzeit

Dorothea schrieb am 06.09.21:

Liebe Sabine,
zunächst kommt erst ein großer Dank an Dich für die SCHOSSRAUMZEIT, die ich bei Dir verbringen durfte.

Ich fühle mich mit meinen über 70 Jahren vollständiger, weil ich jetzt den weiblichen Teil integriert habe.

Es sind in mir viele Gefühle aufgetaucht:

  •  Energie ist sanft und heilend und strömt durch den ganzen Körper
  • Lilith ist die Uressenz in mir, bevor sie dämonisiert wurde.
  • Der Schoßraum, die Yoni – ist ein heiliger Ort, ein Lichttempel, ist Offenbarung der weiblichen Gottheit, ein Ort in dem sich Schöpfungsmythen offenbaren, das ist sehr intensiv und eine bleibende Gewißheit.
    ….Aber wie bin ich in meinem Leben damit umgegangen ???
  • Liebe ist Ekstase an sich und ist Ewigkeit.
  • Orgasmus ist ein Tod und ein neues Leben.

Das ist alles großartig, doch gleichzeitig bin ich an mein Trauma gekommen, das aus meiner weiblichen Ahnenreihe in mir lebt. Doch mit den Erfahrungen die ich durch die Schoßraumarbeit mit Dir machen durfte, bin ich sicher, dass ich das aufarbeiten kann.

Ich bin besonders dankbar, dass ich das in meinem Alter noch erfahren darf. Es ist ein Geschenk des Lebens an mich,
das ich mit großer Dankbarkeit annehme.

Es ist wunderbar, dass es Frauen gibt wie Dich, die sich mit solchen essentiellen Themen der Menschen befassen und
Heilung bewirken können.

Es grüßt Dich, die Du eine Göttin bist, von Herzen eine Göttin. Dorothea

WandelZeit – vom Kampf im Widerstand, Berührbarkeit und Hingabe

Ungewöhnlich lange habe ich meine Gedanken und inneren Prozesse nicht in einem Newsletter veröffentlicht. Und heute, heute ist der Tag, an dem ich offensichtlich schreiben soll…

Es gab in der Vergangenheit immer mal wieder Impulse zu verschiedenen Themen. Diese fühlten sich letztendlich jedoch entweder zu wenig konkret oder nicht kraftvoll genug an, um von ihnen zu schreiben. Oder, was ich auch für möglich halte, es ging und geht vermutlich auch weiterhin mehr darum, den inneren Umbau- und Reifeprozess nicht zu früh zu veräußern. Was auch immer da gerade in mir berührt wird, bewegt und spürbar im Wandel ist.

Was nun kraftvoll genug war und geschrieben werden wollte ist eine Aussage, die ich in einem FB-Post von Micha Madhava (danke Micha!) entdeckt habe, in dem er Auszüge aus Adyashantis „In Gnade fallen“ zitierte. Die Aussage:

~ FINDE EINEN ORT IN DIR, AN DEM DU NICHT KÄMPFST ~

In mir hat sich dieser Satz sofort festgesetzt. Seither begleitet er mich und lässt mich erkennen, wie oft ich kämpfend unterwegs bin. Und das ist bei weitem öfter, als ich für möglich gehalten hätte. Halleluja!

Vielleicht erinnerst du dich: Im August 2019 hatte ich bereits einen Text mit dem Titel „Zwischen Kampf und Kollaps“ verfasst, der auf meiner Website unter „Blog“ zu lesen ist. Dieses Thema beschäftigt mich schon geraume Zeit und fordert mich immer wieder aufs Neue heraus.

In mir gibt es einen Kampfmodus, den ich immer häufiger bei genauem Hinfühlen als Widerstand gegen etwas erlebe. Mittlerweile kann ich erkennen, dass es in diesem Kampf in der Regel darum geht, Gefühle zu vermeiden. Erlebnisse, die mir unangenehm sind, mir seelischen Schmerz bereiten, bedrohlich/überwältigend oder demütigend sind (oder scheinen) rufen in mir Trauer, Wut, Angst oder Scham hervor. Gefühle, gegen die ein mächtiger Teil in mir aufbegehrt und mich reflexartig in einem automatischen Nein gegenüber diesen Gefühlen und ihrem Auslöser verschließen lässt.

Wenn ich mich nun auf diesen Satz einschwinge: „Finde einen Ort in Dir, an dem Du nicht kämpfst“, passiert etwas Neues in mir. Einer neuer Erfahrungsraum im Umgang mit meiner Gefühlsintensität wird möglich.

Ich komme in Kontakt mit meinem „Ja“ zu dem Moment in und mit mir. Das ist der Moment, wo der Kampf aufhört. Ich erlebe mich einfühlsam, zugewandt. Statt der gewohnten anstrengenden  Ablehnung/Trennung verbinde ich mich. Ich würdige das, was ich erlebe, und es bekommt einen Platz in mir, einen Fühlraum. Ich werde ruhig, der Druck in mir lässt nach. Ich staune, lausche und bin berührbar. Zudem spüre ich eine tief in mir angelegte Ausrichtung/Führung. Ich fühle mich auf eine neue Art stärker und werde zugleich wach und ruhig.

Das ist gerade so faszinierend für mich, dass ich dieses Forschungsfeld gerne teilen wollte. Daher gibt es jetzt mal wieder einen Newsletter von mir.

Was mich in all dem unterstützt, ist meine wachsende Bereitschaft die Prozesse in mir anzuerkennen. Außerdem unterstützen mich mein zunehmend leichter verfügbares/erinnerbares Wissen um meine Ressourcen.

Das sind u. a. zahlreiche Stunden in der Natur, meine Verbundenheit zu all den Wesen, die mir dort begegnen. Über das (bevorzugt morgendliche) Eintauchen in kühles Nass in einen der herrlichen Allgäuer Seen, viel Zeiten um mich Auszuruhen, zu verdauen und Kraft zu schöpfen. Darüber, mich über meinen Atem zu verankern. Mich zu bekuscheln – oder, wenn gerade möglich – mich bekuscheln zu lassen. Gespräche/Begegnungen/Augenblicke mit Menschen die mich berühren. Und ganz wichtig: Piccola – die Mieze meiner Vermieterin, das Buch: Die Rückkehr des weiblichen Prinzips, Musik und eine mich auf vielerlei Ebenen nährende pflanzliche Ernährung ….um ein paar Beispiele zu nennen 😉

Soviel heute von mir. Ich freue mich, wenn du deine Gedanken und Erfahrungen dazu mit mir per E-Mail teilen magst.

Gerne begleite ich dich ein (weiteres) Stück deines Weges.

Für (d)ein Leben in Kontakt und Leidenschaft.
SAbine

Über Imagozellen und die Analogie zu unserer Zeit

Die erstaunlichen Entdeckungen der amerikanischen Biologin und Autorin Norie Huddle über den Wandlungsprozess der Raupe zum Schmetterling:

Wenn die Zeit gekommen ist, bilden sich im Raupenkörper eine neue Art von Zellen, die bereits die Vision des künftigen Schmetterlings in sich tragen, sie nennt sie Imagozellen. Das Immunsystem der Raupe greift diese Zellen als fremdartig an und vernichtet die ersten Generationen. Doch die Zellen wandeln sich, werden immer mehr und widerstandsfähiger, während das „Raupensystem“ immer schwächer wird. Die Zellen bilden kleine, autarke Nester, sie infizieren auch Raupenzellen, und siedeln sich an den Stellen im Raupenkörper an, wo sie künftig im Schmetterling eine Funktion wahrnehmen werden.

In der letzten Phase vernetzen sich diese einzelnen Nester mit langen Fäden, die den ganzen Raupenkörper durchziehen und schließlich „erkennen“ sich die Zellen als Ganzes und in einem unglaublichen Prozess bildet sich innerhalb des sterbenden Raupenkörpers der bunte, flugfähige, völlig anders als die Raupe geartete, Schmetterling.“

Der philippinische Umweltakivist Nicanor Perlas hat in einem Gespräch mit Geseko v. Lübke über die Analogie zu unserer Zeit gesprochen:

„Überall auf der Welt entstehen derzeit Imagozellen, zunächst einzelne Menschen, die sich dann in Gruppen zusammentun und von den verschiedensten persönlichen, politischen, ökonomischen, ökologischen Anliegen getrieben, ein anderes „Dasein“ anstreben. Geseko v. Lübke berichtet von derzeit 10 Millionen Initiativen weltweit, die an einer „neuen Welt“ basteln. Und täglich werden es mehr. Ihnen ist der „große Plan“ meist nicht bewusst, dass es darum geht, einen großartigen Wandlungsprozess zu initiieren, zu tragen und zu gestalten, der etwas völlig Neues, heute noch Undenkbares, hervorbringen wird.

Doch durch die weltweite Vernetzung wird es immer mehr Menschen bewusst. So muss jede*r selbst herausfinden, welche Form von Imagozelle er*sie sein könnte, welchen Platz eine*r im „Schmetterlingssystem“ einnehmen wird, welches das eigene Potential ist. Jede einzelne Zelle muss sich kräftigen, um den Raub(pen)system zu widerstehen; Krisen sind hier an der Tagesordnung. Zweifel und Angst ebenso.

Hier gilt es aber auch dem „nährenden Raubsystem“ Würdigung entgegenzubringen. Der Niedergang dieses Systems kann auch als mythisches Opfer betrachtet werden, auch das beharrende Alte, der Schatten, muss als Erinnerung mitgenommen werden in die leuchtend-farbige luftige Zukunft.

Vielleicht sind viele von uns stark damit beschäftigt, als Imagozelle überhaupt zu überleben. Die Zeit der Vernetzung wird aber kommen, und diese womöglich auf ganz anderen Wegen erfolgen, als wir uns das heute vorstellen.

Sie wird von selbst passieren.“

Wut – eine Herzenangelegenheit!

Ist Wut wirklich das, was die meisten von uns gelernt haben? Destruktiv, falsch, unberechenbar und gefährlich?

Ein „böses“ Gefühl, das man nicht ausagiert, das man unter allen Umständen bei sich behalten sollte. Ein Gefühl, das sein destruktives Potential nach innen richtet, wenn es dauerhaft unterdrückt wird. Depression, Bluthochdruck, Magenbeschwerden, Libidoverlust als häufige Folgen.
 
Was denkst du trifft auf dich zu? Ist da Angst, die vor deiner Wut steht, oder Wut die vor deiner Angst steht?
 
Wie wäre es, wenn du lernen könntest, die enorme Kraft, die in deiner Wut steckt, verantwortlich und sinnvoll für dich zu nutzen?
 

Wut, konstruktiv genutzt ist:

  • Energie die bewegt,
  • ist für (anstatt gegen),
  • wirksam,
  • Orientierung,
  • Klarheit und
  • macht Authentizität möglich.
  • pure Kraft, die scheinbar Unmögliches möglich machen und innere Grenze weiten kann.

Doch wie könnte das gehen?

Wir werden uns jenseits von Beschämung mit dieser elementaren Kraft auseinandersetzen – uns diese Kraft erlauben.

Mit dieser Erlaubnis werden wir forschen und dadurch diese Kraft auf körperlicher Ebene erfahrbar machen.

Das wird unsere Blickwinkel weiten, Möglichkeiten erschaffen um  zu lernen, wie diese kostbare Kraft verantwortlich und sinnvoll zu leben und integer zu nutzen und zu genießen sein könnte.

Beherzt raus aus der Opfer-Täter-Schleife.

Wir werden uns in unserer Wahrnehmung schulen, neue Möglichkeiten entdecken, Feedback erfahren, um immer früher erkennen zu können, wenn etwas nicht stimmt. Nicht erst dann, wenn das innere Fass bereits am überlaufen ist und Wut nur noch destruktiv ausagiert werden kann.

Dabei geht es nicht darum, in Kissen zu dreschen um die Wut „loshaben“ zu wollen.

Lass dich das Potential deiner Wut kennen lernen. Du wirst es nicht mehr missen wollen. Lerne deine beherzte Kriegerin, deinen beherzten Krieger kennen. Zum Wohle des großen Ganzen.

Für dein Leben in Kontakt und Leidenschaft und ein wahrhaftiges, verantwortungsbereites Miteinander.

Einen Text zum Thema findest du hier: Wut

Da in diesem Intensivseminar jeder Teilnehmer/jede Teilnehmerin in einem ganz individuellen Setting einzeln begleitet wird, ist die Teilnehmer*innenzahl auf 10 + 1 TN begrenzt.