Alle Beiträge von Sabine Schröder

Raum halten

Hallo Du!

Die Welt der Gefühle ist die Eintrittspforte zu unserer Authentizität und Lebendigkeit. Vorausgesetzt, ich hänge weder an meinen Gefühlen und Empfindungen fest oder ich identifiziere mich mit ihnen („So bin ich“ oder „Das bin ich“), dann kann ich in dem Fluss meiner gegenwärtigen Empfindungen die Fülle meines Daseins erleben.

Was so logisch klingt, ist ein tägliches Übungsfeld – für mich allemal 😉!

Denn es gibt immer mal wieder Gefühle oder die eine oder andere Empfindung, die sich nicht wirklich angenehm anfühlt. Teile in uns ziehen dann eher in den Kampf dagegen (Widerstand) oder kollabieren darin (Opfer). Es braucht eine bewusste Entscheidung – ein JA zu dem, was da gerade von der Seele nach oben gespült wird und (endlich) gefühlt werden und Mitgefühl erfahren möchte.

Wir können davon ausgehen, dass es sich hierbei um alte, frühe Erfahrungen geht, die wir damals aus Selbstschutz – weil sie uns überwältigt hätten, in unser Unterbewusstsein abgespalten haben. Diese Überlebensstrategie ist eine enorme Leistung der Kinderseele, jedoch nur eine Lösung auf Zeit. Es kommt der Moment, da möchten diese unverarbeiteten Gefühle endlich wahrgenommen und gefühlt werden, damit Frieden einkehren kann.

Mechanismen wie Mitleid, Abwehr und Ablehnung von dem was ist, kombiniert mit Geschichten, destruktiven Aussagen, Glaubensätzen und Identifikation verhindern diesen Heilungsprozess. Hier wird der Schmerzkörper (E. Tolle) mächtig. Erkennbar ist der aktivierte Schmerzkörper daran, wenn wir nicht mehr in der Lage sind, den gegenwärtigen Moment wahrzunehmen. Wie in Trance, oder einem Sog gleich, erzeugt er über Geschichten und destruktive Aussagen und Annahmen, die oftmals wenig mit der Realität zu tun haben, zusätzlichen sinnlosen, oftmals äußert selbstquälerischen Schmerz.

Den Schmerzkörper „auf Diät zu setzen“ (E.M. Zurhorst), ist ein machtvoller Schritt aus dem Dramasumpf hinaus. Und er kostet uns was – unsere starken Gewohnheiten.
Innehalten, präsent werden, sich Zeit lassen, um zu differenzieren und um sich von dem Klebstoff der Identifizierung bewusst zu lösen, hin zu: „Ich bin nicht das Gefühl“. Wichtig ist, dass wir die Identifizierung lösen zu dem Gefühl UND als wohlwollende:r, mitfühlende:r Zeuge/Zeugin, uns dem Fühlen bewusst öffnen.

Es braucht dafür Zeit, Geduld und Beharrlichkeit und – ganz wichtig – dein Herz für dich. Hilfreich sind Räume, wo Menschen sind, die mit all dem bewusst umzugehen lernen wollen, üben und hilfreiche Spiegel sein können.

Gerne stelle ich solche Räume zur Verfügung und begleite ich dich ein (weiteres) Stück deines Weges.
Herzliche Grüße

SAbine

Spannungstoleranz

Hallo Du!

Neulich habe ich von Dami Charf, die ich sehr schätze, mal wieder einen Beitrag gehört, worin der Begriff Spannungstoleranz fiel. Der folgende Text ist durch meine Auseinandersetzung mit diesem Begriff entstanden.

Spannungstoleranz ist eine wertvolle Fähigkeit, die Handlungsspielräume ermöglicht und auf sicheren Bindungserfahrungen aufbaut. Nicht alle haben das Glück gute Bindung in der frühen Kindheit erfahren zu haben. Um so wichtiger ist es, sich Zeit zu nehmen und Mitgefühl für sich selbst zu entwickeln und zu lernen, sich zunehmend mehr regulieren zu können, wenn wir in bestimmten Phasen unseres Lebens emotional gefordert, getrennt und uns überfordert fühlen.

Dami Charf spricht von Spannungstoleranz im Zusammenhang mit einem NEIN, und das ein Nein immer ein Spannungsfeld erzeugt, welches vielen Menschen  so unangenehm ist, dass sie mit allen Mitteln versuchen, ein Nein zu vermeiden. Das heißt, entweder kein Nein zu äußern, oder das Risiko zu vermeiden, ein Nein zu bekommen.

Ich vermute mal, dass du das auch kennst.

Spannungstoleranz – wo kommt sie noch zum tragen?

Wenn wir uns an früher erinnern, an die Zeit, als wir vielleicht noch an das Christkind glaubten, dann kannst du dich vermutlich auch noch erinnern, wie aufregend die Zeit „vor der Bescherung“ war und wie es manchmal schwer auszuhalten war, bis es endlich klingelte und sich die Tür für uns Kinder zur Bescherung öffnete…

Auch kann ich mich erinnern, wie lange ich früher für so manch einen Wunsch gespart habe und wie viel „Spannungstoleranz“ ich bis zur Erfüllung mancher Wünsche in mir brauchte.

Irgendwann hat sich da was geändert. Es scheint, als ob der Zeitgeist sich dahin gehend entwickelt hat, dass Wünsche sofort in Erfüllung gehen müssten und durch diese schnelle Erfüllung die Fähigkeit, mit der Spannung bis zur Erfüllung der Wünsche umzugehen, seltener notwendig geworden ist. Heute kann man alles sofort bestellen, mit Raten zahlen, mit einem Wisch auf dem Handy Partner:innen wechseln und die Lieferung bestellter Konsumartikel über Nacht ist möglich geworden. 

In diesem nicht-halten-können, bzw. jetzt-sofort-haben-wollen – wird der Mangel an Spannungstoleranz deutlich, der möglicherweise auch ein Ausdruck von fehlendem (Ur-)vertrauen ist. Leider hat dieses Urvertrauen nicht jede:r „in die Wiege gelegt bekommen“.

Spannung im zwischenmenschlichen Kontakt

Reagieren wir in Begegnungen aus dem Affekt heraus, handeln wir oftmals aus einem sehr jungen Anteil in uns – unserem inneren Kind, das sich nicht anders regulieren kann, als Druck/Spannung möglichst unmittelbar loszuwerden. Je nach Art, wie der Druckabbau geschieht, können daraus Schuldgefühle, Scham und Angst entstehen, was wiederum Spannung auslöst. Nicht selten nehmen durch solche kindlichen Reaktionsmuster Beziehungen ernsthaften Schaden.

Auch das Warten auf eine Antwort kennt vermutlich jede:r. Und das nicht nur in frisch verliebten Zeiten. Du schreibst eine persönliche Nachricht an eine Person, die wichtig ist und für dich Bedeutung hat. Die Person, der du diese Nachricht geschickt hast, reagiert nicht schnell genug für dein Nervensystem. Auch hier wird deutlich, wie der Druck steigt und die Stimmung langsam aber sicher in den Keller geht. Je instabiler die Bindungserfahrungen in deiner Kindheit waren, desto schwerer fällt es dir vermutlich hier im Vertrauen zu bleiben und diese Spannung zu regulieren. Oder du hast dich auf eine Stelle beworben, möchtest eine bestimmte Wohnung bekommen… All dies will (aus-)gehalten werden.

Spannungstoleranz in Zeiten der Veränderung

Als Thema taucht Spannungstoleranz auch auf, wenn wir Gewohntes verlassen und wir auf unvertrautem, neuen Terrain unterwegs sind. Wenn es darum geht, in Zeiten der Veränderung offen zu sein für den Wandel und das was kommen will, es jedoch gerade nichts dafür zu tun gibt. Auch dabei entsteht Spannung, die gehalten und reguliert werden will.

Beispiele für Veränderungen wo Spannungstoleranz gefordert ist können sein, wenn wir uns aus einer langjährigen Partnerschaft lösen, umziehen, oder den Arbeitsplatz wechseln. Das kann sein, wenn wir uns für Elternschaft entschieden haben und plötzlich mit Situationen konfrontiert sind, in denen wir Verantwortung für ein von uns gänzlich abhängiges Wesen haben und eigene Interesse hinten anstehen müssen.

Der Mangel an Spannungstoleranz zusammengefasst:

Etwas nicht oder schwer (aus-)halten zu können (hoher innerer Druck). Wunsch nach (Er-)lösung.

Ein Beispiel einer destruktiven Verhaltensweise in Zeiten von Stress und innerer Not

Zuweilen ertappe ich mich dabei, wie in Situationen die inneren Stress, Not und meist auch Schmerz in mir auslösen, ein Anteil von mir auf mich losgeht. Ein Anteil, der mich dafür verantwortlich macht, dass ich mich in diese Situation gebracht habe und mir noch zusätzlich Druck macht und Schuld- und Schamgefühle in mir auslöst. Statt Wohlwollen und Unterstützung, gibt es noch eins drauf – und es ist erstaunlich, wie dieses übernommene Muster aus meiner Kindheit immer noch aktiv am wirken ist. Besonders dann, wenn ich erschöpft bin und sowieso dünnhäutig.

Spannungstoleranz vermeintlich erweitern über Vermeidung: Dämpfung/Süchte

Eine Möglichkeit um die Spannungstoleranz – leider nur scheinbar – zu erweitern, ist jene, sich zu betäuben und/oder abzulenken um nicht zu fühlen. Betäubung nimmt Druck. Weshalb jegliche Formen um nicht odere weniger zu fühlen auch so verbreitet sind. Mit Süchten meine ich z. B. Sucht nach Konsum, Sex, Nikotin, Alkohol, Drogen, Medien, Beziehungen, Arbeit, Sport etc. p.p.

Dass Sucht niemals eine gute Lösung ist, brauche ich vermutlich nicht zu schreiben. Nicht nur erst dann, wenn aus der Sucht ein Suchtdruck entsteht. Wenn es äußerliche Gründe gibt um der Sucht nicht nachgehen zu können, bzw. diese zu bedienen. Oder es immer mehr braucht, um zu unterdrücken, was unsere Aufmerksamkeit und unsere Zuwendung bräuchte. Dann ist sie wieder da, die Spannung, und das Thema Spannungstoleranz, und der Mangel an Spannungstoleranz zeigt sich erneut.

Die gute Nachricht – das Erlernen neuer Umgangsweisen mit sich selbst ist möglich! Doch, wie könnte das gehen?

Zuwendung statt Verurteilung. Über einen wohlwollenden, mitfühlenden Selbstkontakt zur Selbstregulation – als ein Akt der Selbstliebe.

Bei mir ist es so, dass ich immer öfter, mit etwas Abstand und zeitnaher am aktuellen Auslöser meine Betroffenheit, über den (frühen) Mangel an Mitgefühl, sicherer Bindung und Liebe zulassen kann. Und auch meine Erschütterung darüber, wie ich zuweilen mit mir umgehe. Über mein weicher mit mir werden, weicht zusätzlicher Druck, Regulierung wird möglich und die Spannung erfährt Anerkennung. All das braucht Zeit, ein tagtägliches Üben und wird mich mit meiner Geschichte ein Leben lang als herausforderndes Thema begleiten.

Wenn wir lernen zu (mitzu-)fühlen, können wir immer zeitnaher mitbekommen, wo es etwas für uns braucht und uns um uns kümmern. Uns selbst dort abholen, wo wir gerade innerlich „gestrandet“ sind.

Wir können mehr und mehr herausfinden, wie wir uns beistehen können und uns ggf. therapeutische Begleitung hierfür suchen. Das braucht unser ernsthaftes Interesse, Beharrlichkeit, Geduld und Zeit.
Das Kind in uns will sofort (Er)Lösungen. Es mangelt ihm altersgemäß an Weitblick. Spannung (aus)halten fällt schwer, Vertrauen möglicherweise auch. Diesen jungen Anteil in uns liebevoll und verantwortlich führen zu lernen, ist unsere Aufgabe als erwachsener, bewusster, verbundener Mensch.

In der Trauma Therapie gibt es den Begriff: **Window of tolerance **zum Thema Spannungstoleranz

Er beschreibt die Fähigkeit sich zwischen Reiz und Reaktion eine Pause zu ermöglichen, die allmählich über unser heiler werden und bewusstes Üben, größer wird. Die Pause ermöglicht uns, nicht sofort zu reagieren und ist eine unmittelbare Folge von zunehmender Spannungstoleranz.

Oder anders ausgedrückt:
Milde, sich selbst begleitend, innehalten, atmen, Zuwendung fern von Druck. Da sein – für sich. Spannung als eine menschliche Empfindung anerkennen – den Kampf dagegen beenden. Und nach der Phase des sich Einfühlens und Anerkennens (das kann über mehrere Stunden immer wieder gefordert sein) in Bewegung kommen und eine Möglichkeit schaffen, damit die restliche Erregung ihren sympathikotonen körperlichen Ausdruck finden und abfließen kann.

FEEL, KISS, FLOW (v. Chamelie Ardargh)

Um das zu lernen kann es sehr unterstützend sein, sich Zeit in Erfahrungsräumen zu ermöglichen, wo der Raum im Außen wohlwollend gehalten ist und Menschen sind, die dir wahrhaftige Spiegel und Gefährte:in sind damit neue hilfreiche Lernerfahrungen gemacht werden können auf dem Weg zu einem erwachsenen, liebenden Menschen.

Gerne begleite ich dich dazu ein (weiteres) Stück deines Weges.

Herzliche Grüße

SAbine

Die nächsten Seminare, die ich dir dazu empfehlen kann sind:

Heilsames für dein inneres Kind vom 16.-19. Mai 2024 im Hotel Waldegg, Flumserberg, Schweiz

Wut – eine Herzensangelegenheit! vom 20.-23. Juni 2024 im Seminarhaus Lindenhof, Tuttlingen.

Die transformierende Kraft von Worten am Beispiel: Vorwärts schauen

Hallo Du!

Vielleicht erscheint es dir seltsam, dass ich „vorwärts schauen“ in der aktuellen Zeit als Ressource erlebe. Gibt es doch so vieles, das weltweit geschieht und mir zu schaffen macht. Geschehnisse, bei denen Teile in mir zwischen Wut und Trauer ringen, Ohnmacht fühlen, Fassungslosigkeit und (zuweilen verzweifelte) Sorge.
Kriege, Hungersnot, Ausgrenzung, Schutzlosigkeit von Mensch und Tier, Willkür auf verschiedensten Führungsebenen, Inflation, die Abspaltung der Notstände bzgl. Klima- und Tierschutzthemen…

Mehr als genug Gründe für einen Teil in mir, über Angst und Erstarrung in eine resignative Grundstimmung voller Zukunftsängste zu verfallen. Opfer einer Zeit, deren Herausforderungen mir unter die Haut gehen und mit gewohnten Strategien nicht einfach abzuschaffen sind.

Worum könnte es gehen?

Wenn etwas nicht mehr funktioniert braucht es Veränderung. Und Veränderung bringt Strukturverlust mit sich. Doch was/wer bin ich ohne meine gewohnte, mir ursprünglich Halt gebende (Überlebens-) Struktur? Wenn ich ehrlich bin, dann kommt hier ein: „Ich weiß es nicht!“

Und plötzlich stehe ich vor einer Leere. Eine innere Leere, die ich bisher (aus der Erinnerung und einer daraus entwickelten Gewohnheit) auf unangenehme Weise mit Verlorenheit gleichgesetzt habe. Ein trostloser, schmerzbesetzter Zustand – vertraut, aus längst vergangenen Zeiten. Um diese Leere nicht zu fühlen habe ich erkannt, dass ich sie in der Vergangenheit gefüllt habe. Gefüllt mit Kummer, Schmerz oder CoAbhängigkeit, um ein paar Beispiele zu nennen.

Doch Veränderung ermöglicht nicht nur Strukturverlust, sie ermöglicht auch den Ausstieg aus dem Gewohnheiten, die sich überlebt haben. Es ist Zeit, eine neue Perspektive zuzulassen.

Was meinst du, ist eine Gewohnheit von dir, für die es Zeit ist einen Veränderungsprozess einzuleiten? Und wenn du was gefunden hast, was könnte dir dabei helfen?

Als Körpertherapeutin lade ich dich ein dieses „vorwärts“, „nach vorne“ (schauen, gehen – fühlen) ganz spontan für dich erfahrbar zu machen und auszuprobieren.

Ein Experiment: Setze oder stelle dich hin und wende bewusst deinen Blick nach vorne. Was fällt dir auf? Was geschieht in deinem Körper? Mit deinem Atem? Mit deiner (inneren) Haltung/Befindlichkeit?

Ich habe für mich entdeckt: Dieses „nach vorne“ zu schauen hat Kraft. Es richtet mich spürbar auf, öffnet meinen Herzraum. Nach vorne schauen ermöglicht mir einen inneren Shift, eine Weite mit einem Ruf für neue, noch unbekannte Perspektiven. Spannend, finde ich 🙂

Ganz konkret war diese Ausrichtung nach vorne für mich bei verschiedenen persönlichen Lebensthemen der letzten Zeit sehr hilfreich. Da war zum einen mein Umzug. Mit dem Schritt zu dieser Veränderung, die viel meiner Wutkraft brauchte, und mich ein neues Zuhause finden hat lassen, in dem ich mich nun unsagbar wohl fühle.

Auch bei der Entscheidung, meine Mitarbeit in der Psychosomatischen Klinik Ende März zu beenden, braucht(e) ich diese innere Einstellung, den hilfreichen Blick nach vorne. Ein Teil von mir wird dadurch frei und ich habe große Lust, ergänzend zu meiner Seminartätigkeit noch auf ganz anderer Ebene tätig zu werden.

In all dem geht es darum, Anhaftungen zu erkennen und mich immer wieder bewusst, klar und kraftvoll zu entscheiden nach vorne zu schauen – auch wenn ich derzeit nicht sehen kann, wohin es (im Großen wie im Kleinen) gehen wird/mag. Wichtig scheint mir achtsam zu sein, um nicht aus einer Gewohnheit heraus diesen weiten (offenen) Raum in mir mit Schmerz, Kummer und Mangelempfinden zu füllen. Oder mich über Ablenkung abzufüllen. Nur damit Momente sich nicht so leer anfühlen.

 
Ich mag diesen Raum – diese Leere – dieses Loch in mir kennenlernen, mich selbst dabei an die Hand nehmen, mich staunend begleiten, das Nichtwissen entdecken und … mir z. B. Freude und Inspiration darin erlauben. Ein freudvolles JA zum Nichts. Still zu werden ist der Anfang. Atemzug für Atemzug, meinen Weg in Schönheit gehend. Was auch immer das gerade heißen mag.

„In jedem Anfang wohnt ein Zauber inne…“ (H. Hesse) und in jedem Loslassen entstehen Möglichkeiten. Möge Heilsames geschehen.

Ich wünsche dir Rückblicke auf Erfahrungen im vergehenden Jahr, die dich berühren und bewegen durften. Und ein gesegnetes neues Jahr.

Für (d)ein Leben in Kontakt und Leidenschaft. Danke für deine Bereitschaft dich auf das Leben und dich selbst einzulassen. Walk in beauty.

Gerne begleite ich dich dazu ein (weiteres) Stück deines Weges.

Herzliche Grüße

SAbine

Felt Sense

Hallo Du!

Bei mir gibt es aktuell große Veränderungen. Eine davon ist mein Umzug von Wolfegg nach Achberg, über die ich mich sehr freue – und die gleichzeitig so einige Herausforderungen für mich bereit hält. Die andere Veränderung ist die Tatsache, dass ich Ende 2024 mit meinem 12. Frauenjahrestraining vom Knaubenhof weggehen werde und zukünftig im Seminarzentrum Sonnenstrahl, hier im Allgäu, die Trainings leiten werde. (Die Termine für das nächste Frauenjahrestraining 2024/2025 sind online. Die Anmeldung dazu, ist ab sofort möglich). Damit geht eine Ära zu Ende und es macht einiges mit mir, diesen Schritt wirklich anzunehmen, nach vorne zu blicken und ihn auch beherzt zu tun.

In diesem Zusammenhang möchte ich an dem Beispiel: Überforderung, das Thema Felt Sense thematisieren.

Möglicherweise kennst auch du den Zustand der Überforderung, die geradezu die Dimension eines Lebensgefühls annimmt. Dann lohnt es sich, einen Zusammenhang zu frühkindlichen Erfahrungen herzustellen. Es können abgespeicherte Erfahrungen aus einer Zeit wirken, in der wir für unsere Regulation unsere Bezugspersonen gebraucht hätten, um unser Nervensystem zu beruhigen, wenn Erlebnisse von Überforderung unsere Kinderseele gebeutelt haben und diese Hilfe nicht im ausreichendem Maße vorhanden war.

Dieses Grundgefühl „Ich bin überfordert!“ kann bei vielen Erwachsenen mit (Entwicklungs-) Traumahintergrund im Zusammenhang mit (notwendigen) Veränderungen wieder hervortreten und so dominieren, dass Herausforderungen jedweder Art Angst und Flucht-(Abbruch)impulse auslösen.

Mein Forschungsfeld mit Überforderung

Aktuell, in einer Zeit mit tiefgreifenden Veränderungen bin ich mit einem ängstlichen, überfordertem Anteil in mir tagtäglich in Kontakt. Meine Übung darin ist, immer wieder, ohne mich an eine Geschichte zu hängen, in und mit mir zu fühlen, was sich da wie in meinem Körper zeigt und wie sich das anfühlt. Beobachtend, innehaltend, begleitend. Und das, obwohl es so viel zu tun gibt – ja, gerade deswegen!

Mal fühlt es sich an wie ein inneres Brennen. Dann wieder ist da eine Empfindung von Druck und Enge. Manchmal ist das Empfinden, als sei da eine Faust, die meinen Solarplexus fest umkrallt, mal ist da Hitze begleitet von kalten Händen und Füßen. Ich spüre Fluchtimpulse und bleibe da und atme.  Erfahre mich in dieser Form von Lebendigkeit. Erkenne an. Gleichzeitig übe ich mich darin, wohlwollend Abstand zu halten.
 
E. Gendlin, der Gründer vom Focusing, Philosoph und Psychotherapeut sagt dazu: „Wahren Sie so munter wie möglich Abstand davon“ und sagen Sie sich „Abgesehen davon, geht es mir gut!“

Gendlin spricht davon, dass über den Kontakt mit Felt Sense im Körper abgespeicherte und von unserem Gehirn vergessene, unverarbeitete Gefühle spürbar werden. Diese unverarbeiteten Gefühle sind wie ein großer Datensatz an Informationen, der uns viel über uns selbst verraten kann. Wichtige Voraussetzung hierfür ist die eigene Zugewandtheit und dem, was unser Körper an Reaktionen zeigt, als wegweisende Bedeutung zu verstehen, um sich selbst näher zu kommen.

Hilfreiche Fragen dazu sind: Wie fühlt sich das an? Was passiert da in mir?

Dabei geht es nicht um eine Antwort auf analytischer, kognitiver Ebene, nein. Vielmehr ist es wichtig, forschend und wohlwollend da zu bleiben. Den Geschmack des Problems als Ganzes versuchen wahrzunehmen; die Melodie und nicht die einzelnen Töne.
Geben wir uns für all dies die notwendige Zeit und erlauben uns hierfür innezuhalten und dabei weich zu sein, tritt Veränderung ein. Ein Shift. Dann, im Anerkennen und Zulassen….

Plötzlich wird es leichter, öffnet sich etwas im Körper – wie ein Knoten und innere Spannung beginnt zu schmelzen und kann abfließen. Ich erlebe diese Momente als magisch und voller Dankbarkeit. Und so verrückt es klingen mag, ein Teil von mir registriert: überlebt!

Diese innere Arbeit ist eine Arbeit um, so wie ich es nenne, den „inneren Garten“ zu bestellen und Gefühls- und Beziehungskompetenz zu entwickeln. In all der Zeit, die es nun einmal hierfür braucht, und dem allmählich wachsendem Vertrauen, dass Überforderung nicht unser ganzes Wesen ausmacht. Und in der wir uns immer wieder bewusst Schritt für Schritt vorwärts bewegen, weitergehen, ohne über unser Erleben hinweg zu gehen. Atemzug für Atemzug entscheiden können uns wach und (selbst)liebend vorwärts zu orientieren. Geführt und unterstützt von Kräften die uns wohl sind, in uns und um uns herum.

Für (d)ein Leben in Kontakt und Leidenschaft.

Gerne begleite ich dich ein (weiteres) Stück deines Weges.

Herzliche Grüße

SAbine

Abenteuer weibliche Lust

8. Modul: Abenteuer weibliche Lust – Abschluss des FJT

In diesem Intensivseminar wollen wir uns auf die Entdeckungsreise zur weiblichen Lust machen und uns für sie öffnen. Wir wollen allen Farben und Schattierungen der weiblichen Lust begegnen. Ein uneingeschränktes JA zum Orgasmus, sich zu öffnen und sich hinzugeben.

Mit Hilfe von achtsamen Übungen wollen wir einen Zugang zur eigenen weiblichen Kraft finden, die sexuelle Kraft als Lebensenergie entdecken und nutzen lernen. Jede Frau trägt Weisheit, Lust und Kraft von Natur aus in sich und wir wollen das Verständnis für die weibliche Natur vertiefen.

Frau_Licht_See.klein

Wir wollen die Vielfalt unserer Lust entdecken – die pure Lebenslust: Lust auf Lust, auf Bewegung, Wildheit, Ekstase, sanfte, kaum fühlbare Geilheit, stille Lust, Wasserfall-Lust, Lust auf Chaos, Hingabe, Verschmelzung, Lust auf Leichtigkeit, Verspieltheit, Verrücktheit, Sinnlichkeit, laute und leise Lust, Knurren und Schnurren, Fließen und Strömen, Lust auf deine Zeit, Lust auf Leben. Wir lernen, genauer hinzuhören, zu lauschen und uns auf das Abenteuer weibliche Lust einzulassen.

Und, wir werden in diesen Tagen unser Frauentrainingsjahr abschließen. Wir feiern das Frau-Sein jeder einzelnen Frau, den persönlichen Rückblick und die zu Ende gehende gemeinsame Zeit.

Yonizeit II

7. Modul: Yonizeit II

Dieses Seminar ist eine Vertiefung des Seminars Yonizeit 1 und eine Fortsetzung deiner Reise durch deine Yoni-Welten.

Einerseits wirst du erkennen, dass du schon viele Schichten deiner Sexualität erforscht hast, und andererseits wirst du erstaunt sein, dass du die unsagbaren Weiten vielleicht nur erahnen kannst.

Kreative, verspielte und überraschende Übungen ermöglichen dir im geschützten Raum der Frauen, dich auf einer tieferen Ebene deiner Sinnlichkeit und Lust hinzugeben.

Deine Yoni hat viele Stimmen und einen ganz persönlichen Charakter. Sie öffnet und schützt sich, und du wirst sehr genau spüren lernen, wo die Schutzmauern geschlossen sind. Du bestimmst, wann und wie du sanft deiner Yoni Raum gibst, um ihrer ganz eigenen Geschichte Ausdruck zu verleihen, wann du bereit bist, diesen Ausdruck als Teil deiner persönlichen Geschichte zu integrieren, zu trauern, zu erwachen und deinen ureigenen Yonipuls kennenzulernen. Du bereitest den Weg dafür, wenn es an der Zeit ist für dich, in deiner Lust zu erblühen, deinen Schoßraum zu erfahren.

Der Kreis der Frauen gibt dir Sicherheit und Selbstvertrauen. Du hast die Möglichkeit, dich in anderen Frauen wiederzuerkennen und zu spiegeln.

Meditative Räume wirken sich auf dein Bewusstsein aus und öffnen dich für deine ganz persönliche Weiblichkeit. Nur im Augenblick selbst geschiehst du, deine Sexualität, deine Freude und dein Vertrauen zu dem, was ist. Dies ist nicht etwas, das du dir erarbeiten kannst, es ist etwas, dem du dich hingeben kannst. Du übernimmst Verantwortung für deine Sexualität und erfährst dich über den Grad der Wachheit deiner Yoni.

Du machst dich auf deinen ureigenen Weg und schenkst dir selbst Momente der Ekstase, der Stille und deines tiefsten Seins. Du gewinnst deine Yoni als eine lebendige Freundin, als Vertreterin für deiner Wahrheit und entdeckst die Kraft und Weisheit deines Schoßes.

Dieses Seminar ist Teil des Frauenjahrestrainings und baut auf die Seminare „Weibliche Sexualiät neu entdecken“ und „Yonizeit 1“ auf.

Yonizeit I

6. Modul: Yonizeit I

Yoni bedeutet im Tantra „der heilige Ort“. In diesen Intensivseminaren (Yonizeit I und als Fortsetzung die Yonizeit II) nehmen wir uns Zeit, unter uns Frauen einen tiefer gehenden Heil- und Forschungsraum zu kreieren, um uns bewusst in der anatomischen, energetischen und spirituellen Dimension unserer Yoni zu erfahren.

Die Lebendigkeit unserer Yoni ist sehr eng mit unserer Zufriedenheit, unserem Wohlbefinden, unserer Integrität und der damit verbundenen positiven Ausstrahlung und unserem JA zum Weiblichen in uns und dem Leben verbunden. Nicht zuletzt deshalb wird sie auch als „Tor des Lebens“ bezeichnet.

Je mehr du als Frau über deine Yoni erfährst und je besser du in Kontakt mit deinem Schoßraum stehst, desto mehr wird es dir möglich, die Verbindung von Yoni und Herz zu nähren und kraftvolle Schritte in Richtung deiner Weiblichkeit, Körperlichkeit, Spiritualität, Sinnlichkeit und Lust zu machen.

Weibliche Sexualität neu entdecken

5. Modul: Weibliche Sexualität neu entdecken

  • Vielleicht spürst du, dass du in deinem Liebesleben gerne freier und offener sein möchtest?
  • Vielleicht möchtest du dich in einem geschützten Raum mit anderen Frauen austauschen oder brauchst die Unterstützung von anderen Frauen, damit deine Frau wachsen und heil werden kann?
  • Vielleicht ahnst du, dass es für dich noch viel zu entdecken gibt zum Thema Frau, Lust und Erotik?
  • Vielleicht bist du einfach neugierig oder möchtest dich einmal weiblicher Energie anvertrauen, darin baden und genießen?
  • Vielleicht hast du über all deinen wichtigen Aufgaben des Lebens deine Lust „verloren“ und bist damit nicht einverstanden, spürst, dass dir etwas fehlt?
  • Vielleicht möchtest du deinen Sex mit deiner Spiritualität verbinden?
  • Vielleicht ist deine „Lust auf …“ größer, als deine „Angst vor …“?

… wie auch immer – du bist eingeladen, in diesem Intensivseminar im Kreis von deinen Jahrestrainingsgefährtinnen dir als sexuelles, einzigartiges Wesen liebevoll näherzukommen. In diesem Seminar beginnen wir mit der Erforschung der weiblichen Sexualität. Für Frauen, die eine erfüllende, natürliche Sexualität leben möchten.

Auch in der heutigen Zeit hindern uns unbewusste alte Glaubenssätze und falsche Scham, die eigene Lust und Sexualität tief und lebendig zu erleben. Es geht darum zu lernen, die volle Verantwortung für deine Sexualität zu übernehmen und Möglichkeiten für dich zu schaffen, um dich selbstbestimmt in deiner Lust zu erfahren.

Wenn du als Frau tief verwurzelt bist mit deiner Sexualität, frei und ohne Scham dein lustvolles Frausein leben kannst, wirst du auch mit Selbstbewusstsein dein Leben gestalten. Deine Ausstrahlung und Lebendigkeit wird sich anderen zeigen, ohne dass du dich dafür anstrengen musst. Für die Teilnahme an diesem Seminar spielt es keine Rolle, an welchem Punkt deiner Sexualität du gerade stehst und welche Erfahrungen du bereits gemacht hast.

Dieses Seminar ermöglicht dir mit sanften und intensiven Körpererfahrungen, geführten Meditationen und durch den Austausch im Kreis der Frauen, neue Tiefen in deiner Sexualität kennenzulernen. Es zeigt auf ganz liebevolle und achtsame Weise einen Weg zur Befreiung deiner eigenen, ganz individuellen Sexualität.

Mut zum Nein

4. Modul: Mut zum Nein. Ja zu mir!

Für mich – nicht gegen dich.

Aus Angst, unser Gegenüber zu enttäuschen, und aus der Befürchtung, daraufhin verlassen zu werden, übergehen Frauen vielfach ihre eigenen Bedürfnisse – leben nicht ihre Wahrheit. Geschieht dies häufiger, entfremden wir uns von uns selbst und letztendlich auch von unserem Partner/unserer Partnerin. Wir reagieren mechanisch und schneiden uns systematisch von unserer Selbstwahrnehmung, unserer Sinnlichkeit und wahrer Begegnung im Kontakt mit anderen ab.

Lustlosigkeit, offene oder verdeckte Aggression (gegen uns selbst und/oder nach außen gerichtet) sowie Unzufriedenheit sind einige der möglichen Folgen.

An diesem Wochenende wird es einmal mehr darum gehen „hin zu spüren“. Sich selbst, die eigenen Grenzen und die der anderen Frauen bewusster wahrzunehmen. Zeit, um neue Wege zu finden für dein authentisches Frau-Sein und ein wahrhaftiges Miteinander. Zeit, um das Potential eines klaren Nein zu entdecken.

Vaters Tochter

3. Modul: Ich, mein Vater und die Welt. Vaters Tochter

Unser Durchsetzungsvermögen und unsere Liebesbeziehungen sind am stärksten durch unsere Kind-Vater-Beziehung geprägt.

Je nachdem, ob es die Strategie die Gefalltochter, die Leistungstochter oder die Trotztochter zu sein, um von deinem Vater geliebt und anerkannt zu werden war, um vom Vater geliebt und anerkannt zu werden, haben wir entsprechende Verhaltensmuster entwickelt, um weitestgehend das zu erhalten, wonach wir uns sehnen/sehnten.

Die Seele zittert vor der Leere
Wir wollen alle geliebt werden.
Werden wir nicht geliebt, wollen wir bewundert werden.
Werden wir nicht bewundert, wollen wir gefürchtet werden.
Werden wir nicht gefürchtet,
wollen wir gehasst und missachtet werden.
Wir wollen ein Gefühl in unseren Mitmenschen auslösen,
ganz gleich, um welches es sich dabei handeln mag.
Die Seele zittert vor der Leere und sucht Kontakt um jeden Preis
Hjelmar Söderberg

Viele dieser angeeigneten Muster führen wir – meist unbewusst – ein Leben lang fort, vor allem in Liebesbeziehungen, aber auch in Beruf und Alltag.

Heute, als erwachsene Frau, hast du die Möglichkeit, dich damit auseinanderzusetzen und aus diesen oftmals begrenzenden und hinderlichen Mustern auszusteigen.

Dieses Seminar gibt dir den Raum, den Einfluss und die Prägung deines „Tochter-Seins“ zu hinterfragen und die Wirkung auf körperlicher Ebene zu erfahren:

  • Wie wirkt die Erfahrung als Tochter deines Vaters in deinem Leben?
  • Wie hat dein Vater dich geprägt? Wovon ist es Zeit, dich zu lösen?
  • Was braucht Stärkung in dir? Wie stehst du in der Welt? Wie geht es dir mit den männlichen Anteilen in dir und damit, für dich einzustehen?
  • Wie steht es um deine Fähigkeit, dich auszurichten und zu fokussieren?
  • Was braucht Heilzeit in der Geschichte mit deinem Vater?